31.01.2010 09:58 |

Folge der Krise

Ansturm auf AMS-Schulungen - Geld wird knapp

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise führt in ganz Österreich zu einem Ansturm auf die Schulungen des Arbeitsmarktservices (AMS), das immer Geld ausgeben muss. Insbesondere arbeitsuchende Jugendliche versuchen mit Weiterbildung der Perspektivenlosigkeit zu entkommen. In fast allen Bundesländern werden starke Zuwächse bei den Schulungen verzeichnet. Besonders dramatisch ist die Situation in Wien, Oberösterreich, dem Burgenland, der Steiermark und in Tirol.

In Wien besuchten Ende Dezember um 8.619 Personen mehr die Schulungen des AMS, insgesamt drückten 26.107 Kursteilnehmer die Schulbank. Verantwortlich dafür war laut AMS Wien unter anderem die Ausweitung der überbetrieblichen Lehrlingsausbildung.

Ein Plus gab es auch in Niederösterreich, dieses fiel mit rund 2.000 auf 10.163 aber vergleichsweise gering aus. "Verglichen damit, dass die Krise so fundamental war, hatten wir aber einen moderaten Anstieg, so das AMS Niederösterreich. Im Mehrjahresvergleich sei der Zuwachs sogar im Normalbereich gelegen.

Das relativ kleine Burgenland kommt auf beinahe genau so viele Schulungen wie der große Nachbar Niederösterreich. Die Zahl der Schulungsteilnehmer stieg von 7.987 im Jahr 2008 auf 9.009 im Vorjahr. Dies bedeutet den zweithöchsten Wert seit 2000, der lediglich 2007 mit 9.174 Teilnehmern noch übertroffen wurden.

Boom "wie noch nie" in Oberösterreich
Oberösterreich meldet so viele Arbeitssuchende in Schulung "wie noch nie zuvor", wodurch die Mittel bereits knapp würden. Einen generellen Aufnahmestopp gebe es zwar nicht, aber man müsse genau auswählen, welche Ausbildungen aus Fördermittel bezahlt werden. "Es gibt Grenzen, eine Ausbildung zum Hubschrauberpiloten ist nicht Sache des AMS", hieß es. Mit Stichtag Ende Dezember seien 11.590 Menschen in Schulungen gewesen, das seien 3.723 mehr als im Jahr davor.

Auch in der Steiermark gab es 2009 einen traurigen Rekord. Mit 9.108 Schulungen wurde der höchste Wert seit dem Jahr 2000 erreicht, für die Jahre davor gibt es keine Aufzeichnungen. Gegenüber dem Jahr 2008 gab es ein Plus von 2.217 Schulungsteilnehmern.

In Salzburg lief es nicht besser. Auch hier wurde im Vorjahr ein neuer Rekordwert verzeichnet. Mit Ende Dezember lag die Zahl dann mit 2.662 zwar niedriger als im Rekordmonat November, trotzdem gab es gegenüber dem Dezember 2008 eine Zunahme von beachtlichen 55 Prozent. Das AMS Salzburg hofft, dank leicht gestiegener Fördermittel heuer die Zahl der Schulungsteilnehmer konstant halten zu können.

Tirol mit plus 94 Prozent
Einen deftigen Anstieg gab es auch beim Nachbarn Tirol. Im Jahr 2008 wurden insgesamt 4.298 Zugänge zu Bildungsmaßnahmen registriert, im Vorjahr waren es bereits 5.583. Dramatisch fiel der Anstieg der Schulungsteilnehmer im Dezember aus. Diese stieg im Vorjahresvergleich um sage und schreibe 94 Prozent!

Beim Nachbarn hinter dem Arlberg wurde im Dezember ein Plus von 55 Prozent registriert. Insgesamt waren im "Ländle" zu Jahresende nicht weniger als 2.399 Personen in diversen Schulungen.

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