Bei Enns-Kristein:

Auf A 1 sind Luftwerte endlich unter dem EU-Limit

Wer hätte das vor wenigen Jahren noch gedacht? Mit 60 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Atemluft lagen die Werte der Messstelle Enns-Kristein deutlich über dem EU-Limit. Mit dem „Lufthunderter“ und einem Fahrverbot für alte Lkw gelang die Wende.

„Wir werden 2018 mit einem Jahresmittelwert von rund 38 Mikrogramm bei der Messstelle Enns-Kristein erstmals unter der EU-Vorgabe von 40 Mikrogramm bleiben“, zieht Umweltlandesrat Rudi Anschober (Grüne) mit Genugtuung die Luft-Bilanz. Für Tempo 100 auf der A 1 hagelte es Kritik. „Ich habe das nicht aus Jux und Tollerei gemacht“, fühlt sich Anschober nun bestätigt.

Ein Sorgenkind bleibt
Damit bleibt in Oberösterreich nur noch ein Luft-Sorgenkind. Der Linzer Römerbergtunnel wird mit einem Jahresmittel von 43,7 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter abschneiden. Die Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens durch die EU ist nur eine Frage der Zeit. Anschober: „Wir haben aber unseren Maßnahmenkatalog nach Brüssel geschickt und so unseren guten Willen signalisiert!“

Auf 30 Punkte geeinigt
Auf 30 Maßnahmen (wie etwa Ausbau der Öffis, Umstellung der Linzer Taxi-Flotte auf E-Autos) hat sich, die Landesregierung geeinigt und zur öffentlichen Begutachtung frei gegeben. Bis 7. Jänner können auf der Homepage des Landes Stellungnahmen abgegeben werden. Das Interesse hält sich zur Zeit in Grenzen. Erst neun Personen haben Vorschläge eingebracht. „Eine Umweltzone samt Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge ist nicht dabei“, meint Regina Pürmayr von der Umweltschutzabteilung des Landes. Auch für die Politik ist das der allerletzte Ausweg.

Mario Zeko
Mario Zeko
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