Neue Studie zeigt:

Russland hat Wahl von Trump gezielt unterstützt

Ausland
17.12.2018 12:36

Laut einer Studie des US-Senats ist jetzt bewiesen, dass Russland vor der Wahl im Jahr 2016 gezielt Wähler zugunsten des US-Präsidenten Donald Trump beeinflusst hat. Nach Amtsantritt von Trump seien die Anstrengungen sogar noch verstärkt worden, berichtete die „Washington Post“ am Montag unter Berufung auf einen Senatsbericht, dessen Entwurf der Zeitung vorliegt.

Laut dem Bericht hat Russland gezielt mit Wort, Bild und Videos in sozialen Netzwerken die Wahl von Trump unterstützt. „Klar ist, dass alle Botschaften die Republikaner begünstigen sollten - speziell Donald Trump“, heißt es. Es handle sich um die bisher umfangreichste Untersuchung der russischen Desinformationskampagne.

US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin (Bild: AFP)
US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin

Themen wurden gezielt an Konservative gerichtet
Russische Akteure hätten US-Nutzer der verschiedenen sozialen Netzwerke in Interessensgruppen eingeteilt, schreibt das Blatt. Themen wie Waffengesetze und Migration seien beispielsweise gezielt an Konservative gerichtet worden, um sie so zur Wahl Trumps zu ermutigen. Potenzielle Gegner dagegen sollten von der Wahl abgelenkt und abgehalten werden.

Facebook, Google und Twitter unter die Lupe genommen
Der Bericht, der im Lauf der Woche erscheinen soll, bezieht sich auf Daten eines Forschungsprojekts der Universität Oxford. Bis Mitte des Jahres 2017 wurden Einträge aus sozialen Netzwerken untersucht, die von den Plattformen Facebook, Google und Twitter bereitgestellt wurden. Über russische Einflussnahme während der Kongresswahlen im vergangenen November macht die Studie keine Aussagen.

(Bild: AFP)

Der Bericht schließt an Erkenntnisse der US-Sicherheitsbehörden an, nach denen sich Russland massiv in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 einmischte. Die US-Geheimdienste waren bereits während des damaligen Wahlkampfs zu der Erkenntnis gelangt, dass Russland hinter den Hackerangriffen auf das Umfeld von Trumps Kontrahentin Hillary Clinton steckte.

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