Do, 17. Jänner 2019

Wirbel um Auftritt

11.12.2018 21:51

Nikolaus entschuldigt sich für „Türken-Predigt“

Der seltsame Nikolaus-Auftritt im Salzburger Bad Gastein schlug in sozialen Netzwerken breite Wellen. Jetzt rudert der erfahrene Nikolo Christian O. zurück. Er bittet auf Facebook um Entschuldigung für die Türken-Reime: „Ich habe damit niemanden beleidigen wollen.“ Viele Gasteiner schließen sich der herben Kritik nicht an.

Sein Sohn stellte die Entschuldigung im Auftrag seines Vaters ins Netz: „An alle meine türkischen Freunde sende ich die Botschaft der Versöhnung. Schließlich kommt bald Weihnachten und wir sollten Gräben zuschütten statt aufreißen“, so das Posting nach einer Welle der Empörung.

„Nicht meine Absicht, jemanden zu beleidigen“
Der Nikolaus hatte mit seinen Sprüchen über die türkischen Mitbewohner polarisiert.
Was als Satire gedacht war, löste viel Kritik und Rassismusvorwürfe aus. „Es war nicht meine Absicht, jemanden zu beleidigen“, so der Gasteiner Nikolaus. Er habe die Reaktionen, die weit über das Gasteinertal hinausgingen, unterschätzt.

Im Tal ist die Aufregung weit weniger groß. Dort verstehe man den Brauch und den Humor. Politiker, verschiedene Urlaubergruppen: Alle müssten damit rechnen, einmal vom Nikolaus ihr Fett abzubekommen. Die Kirche distanziert sich von dieser Entwicklung: Die Aufgabe des Nikolaus sei eine andere, humorvolle Sprüche würden in den Fasching und nicht in den Advent gehören.

Christian O. dachte nach unzähligen Jahren als Nikolaus ans Aufhören. Weil ihn viele bestärkten, will er aber doch weitermachen.

Kronen Zeitung

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