Sechs Opfer

Kinder missbraucht: 13 Jahre Haft für Vorarlberger

Vorarlberg
11.12.2018 10:02

Die Liste der Vergehen ist lang und schockierend: Mehrfacher schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen, schwere Nötigung und pornografische Darstellung Minderjähriger waren nur einige der Anklagepunkte gegen einen 46 Jahre alten Mann aus dem Vorarlberger Oberland. Am späten Montagabend fiel das Urteil gegen ihn: Der Angeklagte wurde nicht rechtskräftig zu 13 Jahre Haft verurteilt.

Zwischen 2003 und 2014 soll sich der Angeklagte an insgesamt sechs Kindern im Alter von neun bis 13 Jahren vergangen haben. Zu den Übergriffen kam es dabei im Bezirk Bludenz und auch im Kärntner Bezirk Spittal an der Drau, wo der Angeklagte einen Zweitwohnsitz hat.

Sohn der Lebensgefährtin unter Opfern
Wie die Staatsanwaltschaft erklärte, befand sich unter den Opfern sogar der Sohn der damaligen Lebensgefährtin des 46-Jährigen. Er soll den Buben wiederholt zum Oralverkehr gezwungen und davon auch Filme angefertigt haben. Der Versuch, mit einem elfjährigen Mädchen ein weiteres pornografisches Video zu drehen, sei nach Angaben des Staatsanwalts schlussendlich gescheitert, wie es hieß.

5000 Video- und Bilddateien
Auf die Schliche gekommen waren dem Angeklagten Ermittler aus den USA. Diese hatten im Internet Kinderpornos des 46-Jährigen entdeckt und daraufhin den Stein ins Rollen gebracht. Bei der darauffolgenden Hausdurchsuchung entdeckten die Ermittler etwa 5000 Bild- und Videodateien von nackten Mädchen und Buben, die sofort beschlagnahmt wurden. Anzeige erstattet hatten die Vorarlberger Opfer nicht.

(Bild: sibashouse/stock.adobe.com)

Die Verteidigerin des 46-Jährigen räumte im Namen ihres Mandanten jahrelang begangenen sexuellen Missbrauch in Form von unsittlicher Berührung ein, bestritt aber jeglichen schweren sexuellen Missbrauch. Sie beschrieb den Angeklagten als einen Menschen, dessen Leben von einem großen Leidensweg geprägt sei. Er sei in seiner Jugend selbst ein Opfer gewesen.

Bis in die späten Abendstunden lief der Prozess, von dem die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden war. Ein zweiter Verhandlungstag war schlussendlich offenbar nicht nötig, der Angeklagte wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt, wie das Gericht am Dienstagvormittag bekannt gab.

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