25.11.2018 10:33 |

Über 100 Verletzte?

Berichte über Giftgas-Einsatz im syrischen Aleppo

Syrische Staatsmedien haben Rebellen vorgeworfen, mehrere Raketen mit Giftgas auf die Großstadt Aleppo abgefeuert zu haben. Bei dem Beschuss von drei Orten in der nordsyrischen Stadt seien 107 Menschen verletzt worden. Sie litten unter teils schweren Atemproblemen, hieß es. Die Rebellen sprechen von „erfundenen“ Anschuldigungen.

Die staatliche Nachrichtenagentur SANA berichtete am späten Samstagabend mit Verweis auf Krankenhausinformationen aus Aleppo, es habe sich um einen Angriff von „Terroristen“ gehandelt. Die Agentur verbreitete zudem Fotos, die zeigen sollen, wie zahlreiche Menschen mit Atemproblemen in Krankenhäusern behandelt werden.

Regime: „Terroristisches Verbrechen“
Laut Russland, das ein Verbündeter des syrischen Regimes ist, setzten die Rebellen Chlorgas ein. Das Außenministerium in Damaskus sprach von einem „terroristischen Verbrechen“ und forderte den UN-Sicherheitsrat zu einer Verurteilung auf. Auch der syrischen Armee war bereits wiederholt der Einsatz von Chemiewaffen vorgeworfen worden, was sie stets bestritten hat.

Rebellen: „Erfundene“ Vorwürfe
Syrische Rebellen in der Umgebung wiesen die nunmehrigen Anschuldigungen als „erfunden“ zurück. Es handle sich um „Lügen, die dazu dienen sollen, die Verbrechen des Regimes gegen die syrische Bevölkerung zu überdecken“, sagte ein Sprecher der Nationalen Befreiungsfront, eines Bündnisses mehrerer Rebellengruppen.

Kämpfe in Idlib dauern an
Nach der Rückeroberung Aleppos durch Regierungstruppen im Dezember 2016 hatte sich die Lage in der Millionenmetropole deutlich beruhigt. In der nordwestlichen Provinz Idlib hingegen beschoss die syrische Armee nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag die letzte große Rebellenhochburg des Landes. Dabei seien neun Zivilisten getötet worden, unter ihnen sieben Kinder.

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