17.11.2018 10:41 |

Krebsvorsorge

Frauen fordern jetzt in Video: „Touch your tits!“

Die New Yorker Filmemacherinnen Mona Chalabi und Mae Ryan wissen aus Erfahrung, dass viele Frauen Hemmungen bzw. Angst davor haben, ihre eigenen Brüste auf verdächtige Knoten zu untersuchen. Das wäre aber aus ihrer Sicht trotz regelmäßiger Untersuchungen beim Frauenarzt im Rahmen der Brustkrebsvorsorge sehr wichtig. Weil die bisherigen Lehrvideos „vollkommen daneben“ gewesen seien, haben die beiden Frauen kurzerhand ein eigenes Video mit hilfreichen Tipps und reichlich Anschauungsmaterial gedreht. Ihre eindeutige Botschaft an Frauen weltweit: „Fasst eure Brüste an!“

Das Video mit rund einem Dutzend Frauen, die sich mit ihren Brüsten beschäftigen und immer wieder die Frage stellen, ob sie es richtig machen, ist künstlerisch gestaltet und mit angenehmer Musik untermalt. Die Idee für dieses Video ist durch ein eigenes Erlebnis Chalabis entstanden, wie sie im Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ schildert. Die 31-Jährige habe auf Anraten einer Freundin ihre Brüste selbst abgetastet und gleich zwei Knoten entdeckt. Im Zuge einer späteren Biopsie habe sich herausgestellt, dass diese nicht gefährlich waren. „Damals merkte ich, dass es für Frauen wirklich wichtig ist, dieses Wissen über ihren Körper zu besitzen“, erklärt Chalabi.

„Knoten muss nicht gleich Krebs bedeuten“
Derzeit findet in den USA eine grundsätzliche Debatte darüber statt, ob man Frauen raten soll, sich selbst zu untersuchen. Man möchte laut Chalabi Frauen davor schützen, dass sie in Panik geraten, sollten sie verdächtige Knoten entdecken. „Wir möchten sagen: Es kann sein, dass man etwas entdeckt. Das muss aber nicht gleich Krebs bedeuten. Und trotzdem ist es gut, den Knoten dann so schnell wie möglich durch einen Arzt untersuchen zu lassen.“

Ihr Video ist nicht nur auf Zustimmung gestoßen. Gegenüber der deutschen Ausgabe der „Vogue“ meinte Kollegin Mae Ryan, dass sie auch nach der Veröffentlichung auch viel Kritik einstecken mussten. Darunter waren auch Kommentare wie „Das ist so eklig, ihr seid widerlich“ oder „Was traut ihr euch, so was online zu stellen?“. Aber das hat die beiden Filmemacherinnen nur bestärkt. Denn ihnen geht es einzig und allein um die Gesundheit der Frauen - nicht um Pornografie!

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