Im Frühjahr 2008 trat der Asylwerber mit den Autohändlern in Kontakt und bot ihnen an, dass er gebrauchte Fahrzeuge (der Marken Audi, VW und Mercedes) in sein Heimatland exportieren würde. Anfangs funktionierte das reibungslos, aber nur einige Wochen lang.
Mindestens 100.000 Euro Schaden
Danach fragten die Unternehmer den Nigerianer mehrere Male, wann sie denn endlich das Geld für die Gebrauchtwagen erhalten würden. Am Schluss erstatteten sie die Anzeige. Insgesamt geht es um zehn verschwundene Autos und einen Schaden von mindestens 100.000 Euro. Chefermittler Reinhard Gartner: "Wir konnten erheben, dass der Verdächtige die Fahrzeuge nicht exportiert, sondern im Inland zumeist an andere Afrikaner weiterverkauft und pro Pkw 5.000 bis 6.000 Euro Anzahlung kassiert hat."
Dabei log er den Kunden vor, dass sie die Typenscheine bald bekommen würden. Doch diese befanden und befinden sich immer noch in den Autohäusern. Mit dem Erlös bestritt der 46-Jährige seinen Lebensunterhalt. Am Montag gegen 15 Uhr wurde er nahe seiner Wohnung im Grazer Fröbelpark verhaftet. Er streitet alle Vorwürfe energisch ab.
von Manfred Niederl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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