16.11.2018 08:39 |

„Experimentierraum“

Rot-grüner Pilotversuch mit E-Autos auf Busspuren

Jetzt also doch: In das Thema Freigabe der Busspuren für E-Autos kommt Bewegung rein - und Rot-Grün den Plänen der Regierung nun doch entgegen. So soll es einen Pilotversuch in der Bundeshauptstadt geben, wie SPÖ-Umweltsprecher Josef Taucher und der grüne Energiesprecher Christoph Chorherr bekannt gaben. Die Teststrecke soll im innerstädtischen Bereich eingerichtet werden.

Die Stadt sei zwar nach wie vor gegen eine Öffnung der Busspuren für E-Autos, wie es von der türkis-blauen Regierung vorgeschlagen wurde. „Da sitzt ja wieder nur eine Person drin, und die Busspuren in der Stadt werden verstopft“, argumentierte Taucher gegen das Vorhaben. Denn die Verkehrspolitik Wiens habe eigentlich zum Ziel, den Individualverkehr zurückzudrängen und die Öffis zu stärken.

„Experimentierraum im innerstädtischen Bereich“
Doch, um der Regierung entgegenzukommen, wird man als „Experimentierraum“ eine Teststrecke im innerstädtischen Bereich einrichten - wo, wann und für wie lange, dazu gibt es allerdings noch keine Informationen. Liefern soll der Pilotversuch jedenfalls belegbare Ergebnisse rund um den tatsächlichen Nutzen einer Öffnung von Busspuren für Elektrofahrzeuge. Zuletzt hatte die Regierung damit gedroht, die Straßenverkehrsordnung zu ändern und die rot-grüne Stadtregierung auf diese Weise quasi zu einer Freigabe zu zwingen.

Zudem ging es den beiden Rot-Grün-Vertretern auch darum, dem „Schlechtreden der Bundeshauptstadt“ seitens ÖVP und FPÖ entgegenzuwirken. Deshalb warteten Taucher und Chorherr mit einer Reihe von Zahlen zu Energieverbrauch, Treibhausgasausstoß und Bodenverbrauch im Vergleich zu anderen österreichischen Städten auf. „Wien ist schon längst in der Energiezukunft angekommen“, sagte Taucher, denn in Wien würde bereits jeder dritte Weg mittels Elektromobilität zurückgelegt werden - gemeint sind dabei allerdings auch Straßenbahnen und U-Bahnen.

Mehr in öffentlichen Verkehr investieren
Und dass die Öffis in Wien gut angenommen werden, sei ersichtlich: So seien seit 2014 mehr Öffi-Jahrestickets verkauft worden als es Autos gibt. Zudem sinkt hier der Bestand an Pkw am meisten, während er in den anderen Landeshauptstädten - ausgenommen Innsbruck und Graz - seit 2005 steigt. 
Um den Autoverkehr auch im ländlichen Raum in den anderen Bundesländern zu reduzieren, forderten Chorherr und Taucher die Bundesregierung ein weiteres Mal auf, verstärkt in den öffentlichen Verkehr zu investieren.

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