Mo, 19. November 2018

Unfall mit Heeresboot

24.10.2018 17:02

Kentern laut Gutachten kein technisches Gebrechen

Nach dem tragischen Vorfall mit einem Bundesheerboot auf der Donau bei Hainburg am 1. September ringen zwei Mädchen noch immer mit dem Tod. Klar ist nun, dass am Pionierboot selbst kein technisches Gebrechen vorlag. Bis zur Fertigstellung des Berichts einer vom Bundesheer eingesetzten Untersuchungskommission werde es noch einige Zeit dauern, wie Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium am Mittwoch mitteilte.

Ein Gutachten, das sich mit dem Zustand des Pionierbootes beschäftigt, liegt mittlerweile vor. In diesem wird ausgeführt, dass „keinerlei Hinweise“ auf ein technisches Gebrechen gefunden wurden, sagte Bauer. Auch Einsatzprotokolle sowie Niederschriften der Befragungen der Soldaten seien laut dem Sprecher fertiggestellt.

Wellentechnische Expertise fehlt noch
Noch ausständig ist demnach unter anderem das wellentechnische Gutachten, mit dem zwei Experten - einer von der Technischen Universität Graz und einer aus Deutschland - betraut wurden. Wann dieses fertiggestellt werde, könne man im Moment nicht sagen. „Darauf haben wir keinen Einfluss“, sagte Oberst Bauer.

Er hatte unmittelbar nach dem Unglück auf Twitter geschrieben: „Was wir derzeit über die Unglücksursache wissen: Das Boot ist in eine Welle gefahren, die ins Boot geschwappt ist.“ Das Boot habe sich dadurch langsam gesenkt und sei „abgeglitten“. „Der Steuermann war ein Unteroffizier. Sowohl er wie auch der Bugmann sind für dieses Boot ausgebildet.“

„In weniger als 15 Sekunden gesunken“
Das Boot war, nachdem eine Welle ins Innere geschwappt war, „innerhalb von weniger als 15 Sekunden gesunken“, berichtete das Bundesheer. Die beiden Opfer waren bei dem Unglück bis zu 20 Minuten unter Wasser, ehe sie geborgen werden konnten.

Weiter warten auf Bericht von U-Kommission
Der Staatsanwaltschaft Korneuburg liege der Abschlussbericht der Polizei mit den Befragungen der Teilnehmerinnen des Girls Camp vor, sagte Sprecher Friedrich Köhl. Nun warte man noch auf den Bericht der vom Bundesheer eingesetzten Untersuchungskommission.

Zwei Teilnehmerinnen an dem Girls Camp mussten nach dem Kentern des Pionierbootes am 1. September reanimiert werden. Die Frauen im Alter von 22 und 18 Jahren wurden von Notarzthubschraubern in Wiener Krankenhäuser geflogen.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Grausame Drohungen
Europas Königskinder in höchster Lebensgefahr?
Video Stars & Society
Nations League
Schweiz holt sich Finalticket mit 5:2 über Belgien
Fußball International
Stimmen zu NIR - AUT
O‘Neill: Arnautovic-Einwechslung war Knackpunkt
Fußball International
Mit Rekord-Gewinnsumme
Jetzt winkt der allererste Siebenfach-Jackpot!
Österreich
2:1 in Nordirland
Lazaro schießt Österreich in Minute 93 zum Sieg!
Fußball International
„Müssen jetzt handeln“
Macron und Merkel einig: EU steht am Scheideweg
Welt
Nations League
England nach 2:1 Gruppensieger, Kroatien steigt ab
Fußball International
Aus Gehege entkommen
Wilde Schweinejagd hielt Polizisten auf Trab
Niederösterreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.