24.10.2018 17:02 |

Unfall mit Heeresboot

Kentern laut Gutachten kein technisches Gebrechen

Nach dem tragischen Vorfall mit einem Bundesheerboot auf der Donau bei Hainburg am 1. September ringen zwei Mädchen noch immer mit dem Tod. Klar ist nun, dass am Pionierboot selbst kein technisches Gebrechen vorlag. Bis zur Fertigstellung des Berichts einer vom Bundesheer eingesetzten Untersuchungskommission werde es noch einige Zeit dauern, wie Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium am Mittwoch mitteilte.

Ein Gutachten, das sich mit dem Zustand des Pionierbootes beschäftigt, liegt mittlerweile vor. In diesem wird ausgeführt, dass „keinerlei Hinweise“ auf ein technisches Gebrechen gefunden wurden, sagte Bauer. Auch Einsatzprotokolle sowie Niederschriften der Befragungen der Soldaten seien laut dem Sprecher fertiggestellt.

Wellentechnische Expertise fehlt noch
Noch ausständig ist demnach unter anderem das wellentechnische Gutachten, mit dem zwei Experten - einer von der Technischen Universität Graz und einer aus Deutschland - betraut wurden. Wann dieses fertiggestellt werde, könne man im Moment nicht sagen. „Darauf haben wir keinen Einfluss“, sagte Oberst Bauer.

Er hatte unmittelbar nach dem Unglück auf Twitter geschrieben: „Was wir derzeit über die Unglücksursache wissen: Das Boot ist in eine Welle gefahren, die ins Boot geschwappt ist.“ Das Boot habe sich dadurch langsam gesenkt und sei „abgeglitten“. „Der Steuermann war ein Unteroffizier. Sowohl er wie auch der Bugmann sind für dieses Boot ausgebildet.“

„In weniger als 15 Sekunden gesunken“
Das Boot war, nachdem eine Welle ins Innere geschwappt war, „innerhalb von weniger als 15 Sekunden gesunken“, berichtete das Bundesheer. Die beiden Opfer waren bei dem Unglück bis zu 20 Minuten unter Wasser, ehe sie geborgen werden konnten.

Weiter warten auf Bericht von U-Kommission
Der Staatsanwaltschaft Korneuburg liege der Abschlussbericht der Polizei mit den Befragungen der Teilnehmerinnen des Girls Camp vor, sagte Sprecher Friedrich Köhl. Nun warte man noch auf den Bericht der vom Bundesheer eingesetzten Untersuchungskommission.

Zwei Teilnehmerinnen an dem Girls Camp mussten nach dem Kentern des Pionierbootes am 1. September reanimiert werden. Die Frauen im Alter von 22 und 18 Jahren wurden von Notarzthubschraubern in Wiener Krankenhäuser geflogen.

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