22.10.2018 18:27 |

Radler-Aktion

Bunte Poolnudeln für mehr Sicherheit im Verkehr

Die Idee ist zwar nicht neu und mittlerweile bereits international erprobt, staunende Gesichter standen am Montagnachmittag in Wien aber wohl trotzdem an der Tagesordnung. Um für mehr Sicherheit für Radfahrer auf den Straßen Österreichs zu sorgen, montierten Aktivisten der Radlobby Poolnudeln - bunte Schwimmhilfen aus Schaumstoff - an ihre Fahrräder, um Autofahrern so die ideale Distanz beim Überholen zu veranschaulichen.

„Poolnudeln eignen sich perfekt“, versicherte eine Sprecherin der Radlobby am Montag. Denn die Schwimmhilfen sind 1,5 Meter lang - genau diese Distanz wäre im städtischen Straßenverkehr der empfohlene Mindestabstand beim Überholen eines Radfahrers.

1,5 Meter Abstand als Faustregel
Zwar ist ein Mindestabstand in dieser Form in der Straßenverkehrsordnung nicht festgeschrieben, er ergebe sich aber aus der auch in Fahrschulen gelehrten Faustregel, heißt es weiter: Ein Meter plus die Geschwindigkeit in Zentimetern. Im Ortsgebiet bedeute dies einen Abstand von 1,5 Metern.
Demonstriert würde anhand der Poolnudeln daher auch, dass etwa in manchen schmalen Gassen das Überholen eines Rades gar nicht möglich ist - ohne den empfohlenen Abstand zu unterschreiten.

„Wir bringen den Trend nach Österreich“
Am späten Nachmittag brachen die Aktivisten schließlich vom Karlsplatz aus zu einer Rundfahrt auf, um auf die Abstandsproblematik aufmerksam zu machen. Verteilt wurden dabei auch gleich insgesamt 100 der bunten „Abstandsregler“. Erstmals wurden die bunten Würste übrigens in Kanada auf einen Gepäckträger geschnallt. Hierzulande sei das bisher noch nicht üblich: „Wir bringen den Trend nach Österreich“, so die Sprecherin. Auch Aktionen in den Bundesländern seien geplant.

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