Mo, 19. November 2018

OECD-Regionenvergleich

15.10.2018 11:30

Wo Oberösterreich aufholt - und wo es schwächelt

Die OECD stellt Oberösterreich bei elf Entwicklungskriterien - wie in unserer gedruckten Sonntag-Ausgabe berichtet - großteils ein sehr gutes Zeugnis aus und sieht das Bundesland in Summe gleichauf mit anderen europäischen Spitzenregionen. Im Trend seit 2000 gab es vor allem bei Gesundheit, Wohnraum und Zugang zu Breitbanddiensten Fortschritte.

Im Regionenvergleich der internationalen Organisation  für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wird der Faktor „Gesundheit“ an der Lebenserwartung und der Sterblichkeitsrate bemessen. Erstere ist seit dem Jahr 2000 von 78,8 auf 82,2 Jahre gestiegen, letztere von 9,6 Todesfällen je 1000 Einwohner auf 7,2 gesunken. Eine klar positive Entwicklung, so die OECD.

Mehr Wohnraum, mehr Breitband
Klare Fortschritte werden auch in Sachen Wohnen gelobt, wobei dieses Kriterium am Faktor Zimmer pro Person bemessen wird. Hier hat sich Oberösterreich von 1,6 auf 1,9 nicht nur statistisch  vergrößert. Das dritte dicke Plus in der Vergleichsrechnung 2000/2017 gibt’s beim Thema Breitband-Zugang. Hier haben wir uns von 54 Prozent der Haushalte auf 88 Prozent hinaufgearbeitet.

Drei Bereiche mit Nachholbedarf
Trotzdem bekommt Oberösterreich beim Thema Wohnen nur 5,6 von 10 möglichen Punkten,  wir sind nur bei den Top 43 Prozent der 402 OECD-Regionen dabei. Nachholbedarf gibt es auch beim Einkommen (5,4 Punkte, Top-22 Prozent) und bei der Feinstaubbelastung, dem in diesem Regionenvergleich einzigen Indikator für das Thema Umwelt (4,2 Punkte, nur bei den unteren 30 Prozent).

Problemthema Luftverschmutzung
Apropos Luftverschmutzung: Hier stellt die Organisation fest, dass die  österreichischen Stadtregionen (im Jahr 2015) zu den 20 Prozent OECD-weit am höchsten belasteten Regionen gehörten, und zwar in der (sinkenden) Reihenfolge Wien-Linz-Graz. Noch schlimmer: Seit dem Jahr 2000 habe es hier (bis 2015) Verschlechterungen gegeben. Im Fall Oberösterreichs von 15,6 auf 16,2 Mikrogramm Feinstaub (PM 2,5) je Kubikmeter Atemluft.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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