Mi, 19. Dezember 2018

Im Neusiedler See:

13.10.2018 12:33

Quecksilber belastet Fische

Fische aus dem Neusiedler See kann man weiter bedenkenlos essen, aber sie enthalten Quecksilber-Mengen nahe am Grenzwert. Chemiker Franz Jirsa von der Universität Wien warnt jetzt vor einem weiteren Anstieg der Belastung. Die Herkunft des giftigen Schwermetalls ist zwar unklar, schuld sei aber auch der Mensch.

Mit seinen Mitarbeitern vom Institut für Anorganische Chemie untersuchte Franz Jirsa in den vergangenen Jahren 133 Fische von acht verschiedenen Arten aus dem Neusiedler See. In Exemplaren wie Zander, Barsch und Hecht fanden sie bis zu 0,49 Milligramm Quecksilber pro Kilogramm Muskelfleisch. Dies liege zwar unter dem von der EU vorgegebenen Grenzwert für den menschlichen Verzehr von 0,50 Milligramm pro Kilogramm, aber deutlich über dem Wert des österreichischen „Umweltqualitätsziels“ von 0,02 Milligramm.

Woher das Quecksilber in den Neusiedler-See-Fischen stammt, ist für die Wissenschafter an der Universität Wien unklar. Chemiker Jirsa: „Wir müssen im Moment davon ausgehen, dass atmosphärische Ablagerungen eine große Rolle spielen.“ In Gasform oder an Partikel gebunden könne Quecksilber über weite Strecken durch die Luft transportiert werden. Laut Schätzungen ist zwar die Hälfte der weltweiten Quecksilber-Emissionen auf natürliche Quellen wie Vulkane und Waldbrände zurückzuführen, jedoch trägt oftmals die Umweltverschmutzung durch Kohlekraftwerke sowie die Entsorgung von Energiesparlampen bei.

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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