11.10.2018 05:33 |

Verschärfte Regeln

Klagenfurt: Kommt Verbot gefährlicher Hunderassen?

Die Politik reagiert nach einem tödlichen Bissangriff eines Hundes auf einen jungen Buben: Während in Wien Hundehalter mit Promille-Grenzen sowie Maulkorbpflicht an die kurze Leine gelegt werden, geht die Stadt Klagenfurt noch einen Schritt weiter: Ein Verbot bestimmter Hunderassen wird angedacht.

Als Reaktion auf die Bissattacke hat sich der Klagenfurter Stadtsenat auf die Verschärfung der Regeln für Hundehalter geeinigt. Bereits im November sollen Gesetze geändert werden, eine Arbeitsgruppe ist nun dabei, Maßnahmen zu erarbeiten, um Bissattacken wie in Wien zu verhindern. 

Neben strenger Kontrollen der Leinenpflicht, sollen „gefährliche oder potenziell gefährliche Hunderassen“ (Listenhunde) mit einer Beißkorbpflicht belegt werden. Die Stadt geht noch weiter: Ein generelles Verbot von Listenhunden wird diskutiert. Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz: „In Norwegen dürfen Kampfhunde gar nicht einreisen.“ Vereinzelt gibt es auch in Schweizer Kantonen und deutschen Gemeinden Verbote. Die Maßnahme ist umstritten. Experten warnen vor einem Generalverdacht: „Es kommt immer darauf an, wer den Hund erzieht und wer ihn führt.“

So haben 2017 nicht nur „Kampfhunde“ zugebissen: 3600 Österreicher verletzten sich bei Angriffen so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten, hat das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) erhoben.

In Wien soll das neue Tierhaltegesetz heuer wirksam werden. Für Listenhunde gilt Leinen-/Beißkorbpflicht und ein Zuchtverbot - für deren Halter eine 0,5-Promille-Obergrenze (und Drogenverbot). Der Hundeführerschein wird verschärft.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
Claudia Fischer
Claudia Fischer
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