29.09.2018 14:41 |

Bluttat an Journalist

Wiener Sicherheitsfirma: „Trainieren keine Mörder“

Nach der Hinrichtung des slowakischen Reporters Jan Kuciak und seiner Verlobten stellt nun der Wiener Geschäftsführer von E.S.A. Austria, Harald Huttarsch, klar: „Wir trainieren keine Mörder!“ Einer der späteren Killer habe vielmehr in seiner Dienstzeit als slowakischer Polizist eine Personenschutzausbildung bei der Firma in Polen erhalten.

Die European Security Academy Austria mit Sitz in der slowakischen Hauptstadt Bratislava bilde zwar im stressfreien und sicheren Umgang mit der Waffe in Kombination mit Kursen in Erster Hilfe aus. Doch mit einer militärisch-taktischen Schulung - wie sie in anderen Ländern oft stattfindet - habe die E.S.A Austria nichts zu tun. Und zum Hinrichtungsmord am slowakischen Journalisten Jan Kuciak und seiner Verlobten - das Paar wurde am 21. Februar in seinem Haus in Vel‘ka Maca östlich von Bratislava (siehe Karte unten) brutal mit gezielten Kopfschüssen hingerichtet - gebe es nur mit dem Hauptsitz des Unternehmens in Osteuropa eine Verbindung.

Denn einer der acht Mordverdächtigen, Ex-Polizist Tomas S., absolvierte im Jahr 2014 einen zweiwöchigen Personenschutzkurs. Allerdings nicht bei der E.S.A. in Wien, sondern bei deren polnischer Zentrale. Die Schießausbildung umfasst dabei lediglich einen der 14 Tage, das Hauptaugenmerk liegt auf der Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten zum Schutz von Personen. E.S.A. Austria ist nur ein Franchise-Unternehmen.

Geschäftsführer: „Bisher kein Teilnehmer aus der Slowakei“
Dessen Wiener Geschäftsführer Harald Huttarsch meint gegenüber der „Krone“: „Alle unsere Kurse finden auf Deutsch statt, wir hatten bisher keinen einzigen Teilnehmer aus der Slowakei. Weiters nehmen wir nur Personen mit einwandfreiem Leumund.“

Kronen Zeitung/krone.at

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