So, 21. Oktober 2018

Aus Konzept gebracht

25.09.2018 17:00

Angeber Trump bei der UNO vom Publikum ausgelacht

US-Präsident Donald Trump hat bei seiner zweiten Rede vor der UNO-Vollversammlung mit den bisherigen Erfolgen seiner Regierung geprahlt - und damit höhnisches Gelächter des Publikums geerntet (siehe auch Video oben).

„In weniger als zwei Jahren hat meine Regierung mehr erreicht, als fast jede andere in der Geschichte der USA“, sagte Trump am Dienstag in New York zu Beginn seiner Rede. Aus dem Publikum ertönte daraufhin kurz höhnisches Gelächter, was Trump aus dem Konzept brachte. „Einfach wahr“, verteidigte er sich noch, bevor er zugeben musste: „Diese Reaktion hatte ich nicht erwartet, aber okay.“

Weiters verteidigte der Präsident seine „America First“-Politik. „Amerika wird von den Amerikanern regiert. Wir weisen die Ideologie der Globalisierung zurück und bekennen uns zur Doktrin des Patriotismus.“ Er rief zu Reformen des internationalen Handelssystems auf und forderte von der OPEC, Preiserhöhungen zu unterlassen. Zudem müssten die OPEC-Staaten für ihre Verteidigung zahlen. Sein Land werde in Zukunft nur noch Auslandshilfe an die Staaten gewähren, die die USA respektierten und deren Freunde seien.

Harte Linie gegenüber dem Iran verteidigt
In seiner Rede prangerte Trump den Iran als „korrupte Diktatur“ an. Er warf der Führung in Teheran vor, „Chaos, Tod und Zerstörung“ zu verbreiten. Die Staaten der Welt rief er auf, „das iranische Regime zu isolieren, solange seine Aggressionen andauern“. Den einseitigen Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Land, an dem die EU weiter festhält, verteidigte er daher auch. Durch den wirtschaftlichen Druck sollten der Regierung in Teheran die Gelder dafür verwehrt werden, „ihre blutigen Absichten zu verfolgen“, sagte Trump.

In den Verhandlungen mit Nordkorea über eine atomare Abrüstung sieht Trump große Fortschritte. Seit seinem Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im Juni habe sich viel bewegt. Es seien Fortschritte erreicht, die viele nicht für möglich gehalten hätten. Es flögen nicht mehr Raketen in alle Richtungen, Atomanlagen würden zum Teil bereits abgebaut. Trump dankte Kim für diese Schritte und für dessen „Mut“. Er betonte zugleich, es gebe noch sehr viel zu tun.

Im Vorjahr noch lautstark über Nordkorea geschimpft
Trump sprach zum zweiten Mal bei der UNO-Vollversammlung. Bei seiner Premiere im vergangenen Jahr hatte er Nordkorea mit Vernichtung gedroht und damit weltweit Kriegsängste geschürt. Kim bezeichnete er damals noch als „Raketenmann“ („rocket man“), der auf einer Selbstmordmission für sich und sein Regime sei.

 krone.at
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