Mi, 24. Oktober 2018

Besuch mit Landesvize

19.09.2018 06:00

Prominente Blutprobe am Weg durchs Labor

Eine moderne Labor-Straße, großzügige Räume, konzentrierte Mitarbeiter: Das neue Institutsgebäude in den Landeskliniken revolutioniert die Arbeit an drei Abteilungen. Labors und Pathologie sind schon eingezogen. Die Transfusionsmedizin folgt noch. Die „Krone“ schickte eine prominente Blutprobe auf den Weg: Ein Laborbesuch mit Landesvize Christian Stöckl.

Es ist erstaunlich ruhig im Zentrallabor: Auf rund 500 Quadratmetern sind die Geräte angesiedelt. Die meisten  Blutproben spuckt die hausinterne, unterirdisch weit verzweigte Rohrpost aus. Eingepackt sind die Röhrchen immer noch in Windeln, einer überraschenden, aber der besten Methode. Rund 2000 Proben sind es täglich, acht Millionen Analysen im Jahr.

Landesvize Christian Stöckl hat die Blutabnahme schon hinter sich. Dr. Martin Keppel setzte die Nadel. Ein großes Blutbild wird angefordert: Nieren-, Leberwerte, Herzmarker

„Man fühlt sich hier in den besten Händen“, lobt er das Team. Das neue Institutsgebäude bringt einen Motivationsschub. 42,3 Millionen Euro wurden investiert. Beengtes Arbeiten ist Geschichte. „Die baulichen Gegebenheiten erlauben jetzt neueste Medizintechnik“, freut sich Elisabeth Haschke-Becher, Primaria an der Labordiagnostik. Die Zeiten, wo es für fast jedes Gerät ein eigenes  Kämmerlein gab, sind vorüber. Die Prozesse wurden optimiert. Im Ernstfall geht es jetzt noch schneller: „Wenn der Schockraum anruft, dass eine Probe am Weg ist, stufen wir alles andere zurück“, erklärt Prof. Haschke-Becher. Die Mitarbeiter legen im neuen Gebäude viele Schritte zurück: „Rund 6000 sind es bei mir täglich“, erzählt der leitende Oberarzt Janne Cadamuro.

Die Klinik für Labordiagnostik zieht sich über drei Stockwerke: Im Zentrallabor kommen die Proben zuerst in die Präanalytik, werden zentrifugiert und dann zugeordnet. Vollautomatisch werden die ersten Analysen durchgeführt. Ohne menschliche Experten im Labor geht es aber nicht: Sie kontrollieren, kümmern sich um weitere Diagnostik.

„Luxus-Schlitten“ unter den Laborgeräten ist der Massenspektrometer, der auf winzige, atomare Ebene geht und Gifte nachweist.

Einen Stock höher: Das Reich der Mikrobiologie, die anhand von Proben Infektionen aufspürt. „Eine detektivische Arbeit“, vergleicht es Irmgard Seitinger, die leitende Labor-Mitarbeiterin. Proben werden in Nährplatten gestrichen, Blutkulturen untersucht. Ein großes Keimspektrum ist das Arbeitsfeld von Dr. Jan Marco Kern und Team. Alle freuen sich hier über das neue, helle Umfeld.

Unser prominente Patient muss schon wieder weiter: Seine Werte machen ihn nicht nervös. „Nur Cholesterin könnte etwas besser sein“, weiß Stöckl es auch vom letzten Heldencheck für Männergesundheit.

Sabine Salzmann
Sabine Salzmann

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