Mi, 16. Jänner 2019

Entscheidung vertagt

15.09.2018 17:30

Doppel-Frust: Australien siegt in vier Sätzen!

Der entscheidende dritte Punkt ist Österreich im Davis-Cup-Weltgruppen-Play-off gegen Australien vorerst verwehrt geblieben. Oliver Marach und Jürgen Melzer mussten sich am Samstag in Graz nach 3:12 Stunden Lleyton Hewitt/John Peers mit 1:6,4:6,6:3,5:7 geschlagen geben. Damit fällt die Entscheidung in einem der beiden Einzel am Sonntag (ab 11.00 Uhr ). 

Dominic Thiem, der die Österreicher am Freitag mit einer souveränen Vorstellung in Führung gebracht hatte, eröffnet den Schlusstag. Vom French-Open-Finalisten erwartet man sich - egal, wen Kapitän Hewitt auch aufbietet - den dritten Punkt für Österreich. Die ÖTV-Equipe hofft auf die Rückkehr in die Weltgruppe nach sechs Jahren. Aktuell ist Thiems Gegner Alex de Minaur, allerdings kann bis eine Stunde vor dem Match umgestellt werden.

Durchaus möglich, dass der bisher nicht eingesetzte John Millman einläuft. „Dominic muss sich gut vorbereiten. Wenn er so spielt wie am ersten Tag, dann kann kommen, wer will“, meinte dazu ÖTV-Kapitän Stefan Koubek.

Erster Satz misslungen
Für Marach/Melzer gab es am Samstag freilich keinen Grund zur Freude. Marach bei seinem Davis-Cup-Debüt in seiner Geburtsstadt und ÖTV-Rekord-Davis-Cup-Spieler Melzer in seinem 75. Davis-Cup-Match für Österreich wollten auf der Messe Graz eigentlich den Sack zumachen. Aber das Doppel verlief von Beginn weg nicht nach Wunsch für die miteinander 75 Jahre alten Österreicher.

Melzer/Marach kassierten gleich in ihrem ersten Aufschlag-Game das erste Break zum 0:2. Satz eins war dann schnell verloren. Marach zog sich bei einem weiten Schritt eine leichte Leistenverletzung zu, die den 38-jährigen Steirer aber laut eigenen Aussagen nicht sehr behinderte. Auch im zweiten Durchgang mussten die Gastgeber ein frühes Break zur Kenntnis nehmen, das sie nicht mehr aufholen konnten.

Wende möglich gewesen
Dann wechselten Melzer und Marach nach zwei Sätzen die Seiten, Marach spielt ja normalerweise immer auf der Vorteil-Seite. Ab diesem Zeitpunkt lief es für die Österreicher auch besser. „Ja, das ist super aufgegangen. Ich glaube schon, dass wir dann so herum besser retourniert haben“, meinte Melzer, fügte aber hinzu: „Peers hat wirklich gut serviert, bei Lleyton haben wir in den Ballwechseln zu wenig Druck ausgeübt, um die wirklich in Bedrängnis zu bringen.“

Nach 2:13 Stunden gelang unter dem Applaus von erneut fast 6.000 Zuschauern der Satzgewinn zum 6:3. Im vierten Satz lief es bis zum 6:5 der beim Aufschlag souveräner wirkenden „Aussies“ ohne Break, Melzer musste schließlich sein Service zum 5:7 und zur Niederlage abgeben.

Vor allem Marach, der Weltranglisten-Dritte im Doppel konnte nie wirklich an seine tollen Leistungen in diesem Jahr an der Seite von Mate Pavic (CRO) anschließen. Ein Stich in der Leiste relativ zu Beginn samt medizinischer Auszeit sei aber nicht der Grund für seine nicht so gute Leistung gewesen. „Es war eher am Anfang die Nervosität. Man weiß, dass meine Vorhand mein bester Schlag ist“, erklärte Marach. Er habe diese aber immer wieder weit verschlagen. „Ich wollte gut spielen und habe mir selbst ein bisschen zu viel Druck gemacht. Ich war auch überrascht, wie gut Hewitt gespielt hat, der hat gefühlte drei Fehler beim Return gemacht“, meinte der Australian-Open-Sieger und French-Open-Finalist im Doppel.

Australien verdienter Sieger im Doppel
Für Melzer war schon der Beginn entscheidend. Ein Break gleich im Auftaktgame wäre möglich gewesen, stattdessen kassierten die Österreicher selbst ein Break zum 0:2. „Ich glaube, dass das schon ein Key (Schlüssel) war, weil wir dann wirklich schlecht in die Partie gestartet sind. Dann ist der erste Satz komplett vorbeigelaufen und wir haben gleich ein Break am Anfang vom zweiten bekommen.“

Dennoch, so Melzer, müsse man anerkennen, dass die Australier in den vier Sätzen viel näher an den Breaks waren als man selbst und auch verdiente Sieger waren. Marach konnte übrigens vorerst nicht sagen, ob er wegen der Leistenverletzung kommende Woche in Metz, wo er an der Seite von Jürgen Melzer antreten will, spielen kann. Dominic Thiem hat es nun in der Hand, die uneinholbare 3:1-Führung herzustellen. Egal, ob gegen de Minaur, oder den wegen einer Erkrankung zuletzt nicht eingesetzten John Millman, ist der Weltranglisten-Achte Favorit.

krone Sport
krone Sport

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Spielplan
15.01.
16.01.
18.01.
19.01.
20.01.
21.01.
23.01.
Deutschland - Bundesliga
1899 Hoffenheim
20.30
Bayern München
Spanien - LaLiga
FC Getafe
21.00
Deportivo Alaves Sad
Frankreich - Ligue 1
OSC Lille
20.45
SC Amiens
Türkei - Süper Lig
Akhisar Bld Spor
18.30
Besiktas JK
Portugal - Primeira Liga
CD Nacional
19.45
Sporting Braga
GD Chaves
20.00
FC Porto
Vitoria Guimaraes
22.15
Benfica Lissabon
Niederlande - Eredivisie
Vitesse Arnhem
20.00
SBV Excelsior
Belgien - First Division A
St. Truidense VV
20.30
KRC Genk
Deutschland - Bundesliga
Bayer Leverkusen
15.30
Borussia M'gladbach
VfB Stuttgart
15.30
1. FSV Mainz 05
Eintracht Frankfurt
15.30
SC Freiburg
FC Augsburg
15.30
Fortuna Düsseldorf
Hannover 96
15.30
Werder Bremen
RB Leipzig
18.30
Borussia Dortmund
England - Premier League
Wolverhampton Wanderers
13.30
Leicester City
AFC Bournemouth
16.00
West Ham United
FC Liverpool
16.00
Crystal Palace
Manchester United
16.00
FC Brighton & Hove Albion
Newcastle United
16.00
Cardiff City
Southampton FC
16.00
FC Everton
FC Watford
16.00
FC Burnley
Arsenal FC
18.30
FC Chelsea
Spanien - LaLiga
Real Madrid
16.15
FC Sevilla
SD Huesca
18.30
Atletico Madrid
Celta de Vigo
20.45
FC Valencia
Italien - Serie A
AS Rom
15.00
FC Turin
Udinese Calcio
18.00
Parma Calcio 1913 S.r.l.
Inter Mailand
20.30
US Sassuolo
Frankreich - Ligue 1
Paris Saint-Germain
17.00
EA Guingamp
FC Girondins Bordeaux
20.00
Dijon FCO
AS Monaco
20.00
Racing Straßburg
Olympique Nimes
20.00
FC Toulouse
Stade de Reims
20.00
OGC Nice
Türkei - Süper Lig
Malatya Bld Spor
11.30
Goztepe
Antalyaspor
14.00
Kayserispor
Galatasaray
17.00
Ankaragucu
Portugal - Primeira Liga
CF Belenenses Lisbon
16.30
CD Tondela
Sporting CP
19.00
FC Moreirense
CD Santa Clara
21.30
CS Maritimo Madeira
Niederlande - Eredivisie
AZ Alkmar
18.30
FC Utrecht
PEC Zwolle
19.45
Feyenoord Rotterdam
ADO Den Haag
19.45
VVV Venlo
FC Groningen
20.45
Heracles Almelo
Belgien - First Division A
Standard Lüttich
18.00
KV Kortrijk
AS Eupen
20.00
Sporting Lokeren
Waasland-Beveren
20.00
Cercle Brügge
SV Zulte Waregem
20.30
Royal Antwerpen FC
Griechenland - Super League
PAS Giannina FC
16.15
Olympiakos Piräus
GS Apollon Smyrnis
18.00
Apo Levadeiakos FC
FC PAOK Thessaloniki
18.30
Panionios Athen
Spanien - LaLiga
SD Eibar
21.00
Espanyol Barcelona
Italien - Serie A
FC Genua
15.00
AC Mailand
Juventus Turin
20.30
AC Chievo Verona
Türkei - Süper Lig
Kasimpasa
18.00
Caykur Rizespor
Bursaspor
18.00
Fenerbahce
Griechenland - Super League
Lamia
18.00
Panathinaikos Athen
Frankreich - Ligue 1
Olympique Nimes
19.00
SCO Angers

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.