Wegen drei Mio. Euro

Nach Steuerdelikt: Mourinho akzeptiert Haftstrafe

Im Juni 2017 ist Jose Mourinho wegen Steuerhinterziehung angeklagt worden. Jetzt hat sich der Star-Trainer von Manchester United offenbar auf einen Deal mit den spanischen Steuerbehörden geeinigt. Demnach soll der Portugiese bereit sein, eine einjährige Haft- und eine Geldstrafe von zwei Millionen Euro zur Einstellung eines Steuerhinterziehungsverfahrens zu akzeptieren. Ins Gefängnis muss er allerdings nicht. Aber die Nerven liegen blank.  Das zeigte auch seine Wutrede bei der letzten Pressekonferenz (siehe Video) nach dem 0:3 gegen Tottenham. 

Insgesamt 3,3 Millionen Euro Steuergeld aus Bildrechten soll Mourinho in seiner Zeit als Trainer von Real Madrid in den Jahren 2011 und 2012 hinterzogen haben.  Die Vorwürfe waren durch von der Enthüllungsplattform Football Leaks weitergegebene Dokumente laut geworden. Sie zeigen, wie Mourinho versucht hat, Geld am Fiskus vorbeizuschleusen. Dazu trat er etwa seine Bildrechte an eine Firma ab, die dem Coach fällige Steuern ersparen sollte.

Die genannte Beraterfirma Gestifute von Star-Manager Jorge Mendes, bei der auch Cristiano Ronaldo unter Vertrag steht, hatte diesbezügliche Vorwürfe umgehend dementiert. Ronaldo hat mittlerweile u.a. eine Geldstrafe in Höhe von 18,8 Millionen Euro akzeptiert. Mourinho dürfte sich nun ebenfalls geständig gezeigt haben. Laut „El Mundo“ wurde Mourinhos Abkommen „durch die Hand des gleichen Anwalts geschlossen, der den Pakt seines Landsmannes Ronaldo besiegelt hat“. Es handle sich dabei um Ex-Richter Jose Antonio Chochlan.

Ins Gefängnis muss der 55-Jährige allerdings nicht, weil in Spanien Haftstrafen bis zwei Jahren für ein derartiges Erstvergehen zur Bewährung ausgesetzt oder in eine zusätzliche Pönale umgewandelt werden. Die Nerven liegen bei „The Special One“ dennoch blank.

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