Sparmaßnahmen:

Mühlviertler machen Halbe-Halbe bei Amtsleiter

Sie sind nicht einmal direkte Nachbarn, aber teilen sich ab 2019 einen Amtsleiter: Pierbach und Weitersfelden. Wie kurz berichtet, gründen die Mühlviertler Gemeinden nun eine Verwaltungsgemeinschaft. Das Land forciert solche Formen der Zusammenarbeit, dennoch gibt es bisher nur zehn Beispiele dafür.

25 Kilometer liegen zwischen den Gemeindeämtern von Pierbach und Weitersfelden. Beide sind ab Jänner 2019 Arbeitsplatz von Klaus Preining, derzeit noch Chef des Verbands Mühlviertler Alm und künftig Amtsleiter der neuen Verwaltungsgemeinschaft. 50 Prozent seiner Arbeitszeit wird er für eine Gemeinde verwenden, 50 Prozent für die andere.

Zwei gleich starke Gemeinden im Boot
„Es war wichtig, dass wir zumindest einen halben Amtsleiter haben und nicht nur einen mit 30 Prozent oder weniger“, betont Pierbachs Ortschef Richard Freinschlag. Auch sein Kollege Franz Xaver Hölzl aus Weitersfelden sagt: „Wenn man zu einer großen Gemeinde dazukommt, fühlt man sich oft als Beiwagerl. Pierbach ist einwohnermäßig fast gleich groß, da müssen wir keine Angst haben, dass einer benachteiligt wird.“ Durch Synergien erhoffen sich die Ortschefs (neben den Personalkosten) Einsparungen, erwarten aber auch mehr Arbeit für die übrigen Gemeindeamtsmitarbeiter und sich selbst.

Land forciert Verwaltungsgemeinschaften
Sparanweisungen des Landes haben die beiden Abgangsgemeinden zu diesem Schritt bewogen. Zudem gehen beide Langzeit-Amtsleiter 2019 fast zeitgleich in Pension, womit niemand seinen Job verliert.Das Land selbst wünscht sich mehr Verwaltungsgemeinschaften. Insgesamt gibt es derzeit landesweit nur zehn: Sieben Zweier-, zwei Dreier- und eine Vierer-Gemeinschaft. Pierbach-Weitersfelden wird dann die elfte solche Kooperation.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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