29.08.2018 12:00 |

„Krieg“ gegen Briten

Französische Fischer verjagen „Muschel-Plünderer“

Der bereits seit Jahren andauernde Streit britischer und französischer Fischer um den Fang von Jakobsmuscheln im Ärmelkanal ist am Dienstag eskaliert. Bis zu 40 französische Fischer haben sich in der Nacht mit ihren Booten positioniert, um gegen das „Plündern“ der Muschelbestände durch die Briten zu protestieren. Britische Boote wurden gerammt, es flogen auch Steine und Nebelgranaten.

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Die britischen Fischer wurden aufgefordert, ihre Arbeit zu beenden. „Es gab keine Verletzten“, erklärte Dimitri Rogoff der Chef des Fischereiverbands der Normandie. Die britischen Fischer hätten angesichts der feindlichen Übermacht die Flucht ergriffen. Einige Boote wurden laut dem französischen Sender France 3 Normandie beschädigt.

Französischer Sender: Briten wehrten sich nicht weniger rabiat
Die Briten wehrten sich offenbar nicht weniger rabiat. Auf einem France-3-Video ist zu sehen, wie ein Fischtrawler zwei kleinere Boote rammt. Es handelt sich laut BBC wohl um ein schottisches Schiff. Der Nachrichtensender sprach von einem „Jakobsmuschel-Krieg“.

Britische Fischer bitten Regierung um Schutz
„Wir rufen alle Seiten zur Besonnenheit und zur Ruhe auf. Aufnahmen vom Zwischenfall zeigen einige sehr gefährliche Schiffsmanöver. Wir haben den Vorfall mit der Regierung erörtert und um um den Schutz unserer Boote gebten, die dort legal fischen“, sagte Barrie Deas, Chef des Nationalen Fischereiverbands Großbritanniens, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Franzosen wollen Muschelbestände schonen
Die Jakobsmuschel-Bestände vor der Küste der Normandie sind streng geschützt. Französische Fischer dürfen sie nur von Anfang Oktober bis 15. Mai fischen - die britischen Fischer haben diese Auflage nicht. Rogoff sagte, die französischen Fischer hätten versucht, die Briten nördlich der Linie zwischen den Gemeinden Barfleur und Cap d‘Antifer zu halten, um die Bestände zu schonen.

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