Wilder Kuhhandel

Trumps „dreckiges Affären-Dutzend“ vertuscht?

Ausland
26.08.2018 13:31

Donald Trump und seine Affären - zu diesem Thema werden immer mehr Details bekannt. Ein US-weites Boulevardmagazin soll mindestens zwölf belastende Geschichten über den Präsidenten in dieser heiklen Causa jahrzehntelang vertuscht haben. Im Gegenzug für das Zurückhalten des „dreckigen Affären-Dutzends“ steckte er dem Blatt Storys über seine Promi-Freunde zu. Doch das Archiv des „National Enquirer“ könnte Trump nun zum Verhängnis werden.

Nach dem Paukenschlag rund um Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen, der zugab, Schweigegeld an ehemalige Liebhaberinnen des US-Präsidenten gezahlt zu haben, reißen die Enthüllungen rund um das berüchtigte Liebesleben des mächtigsten Mannes der Welt nicht ab. Bei den prominentesten Spielgefährtinnen handelt es sich um den Pornostar Stormy Daniels und das Playmate Karen McDougal.

Michael Cohen (Bild: AP)
Michael Cohen

Der „National Enquirer“ soll über belastendes Material von vielen berühmten Menschen verfügen, einige Akten reichen Jahrzehnte zurück - darunter auch zahlreiche, die Skandale des US-Präsidenten betreffen. „Es gab Geschichten über Trump, die bis in die 1970er-Jahre zurückreichen, zu seiner ersten Ehe mit Ivana. Niemand war schockiert, dass er ein Serien-Schürzenjäger ist, das wussten wir alle, aber es war die Menge der schädlichen Geschichten gegen ihn, die erschütternd war. Wir haben Trump festgenagelt“, zitiert die „Daily Mail“ eine Quelle.

(Bild: APA/AFP/GETTY IMAGES, Penthouse, krone.at-Grafik)
„Making America horny again!“ Stormy Daniels bei der Arbeit ... (Bild: www.PPS.at)
„Making America horny again!“ Stormy Daniels bei der Arbeit ...
Karen McDougal (Bild: Glenn Francis, www.PacificProDigital.com)
Karen McDougal

So soll es mindestens ein Dutzend Affären und Schweigegeldzahlungen gegeben haben, einige Fälle betrafen auch sexuelles Fehlverhalten. Ein Mitarbeiter Trumps soll mit 30.000 Dollar bestochen worden sein, weil er über eine Affäre Trumps Bescheid wusste.

Der „Enquirer“ soll bei der Vertuschung von Trumps Affären ebenfalls eine bedeutende Rolle gespielt haben. Das Magazin dürfte dem ehemaligen Playmate Karen McDougal Geld für ihre Geschichte über das Verhältnis gezahlt haben - ohne die Intention, diese zu veröffentlichen. So wurde das Geheimnis des US-Präsidenten geschützt.

Kuhhandel mit Skandal-Geschichten
Ein ehemaliger Mitarbeiter, der fast drei Jahrzehnte für das Medium tätig war, erklärt: „Trumps Schürzenjäger-Vergangenheit ist legendär.“ Er erzählt weiter: „In den Tagen vor der Übernahme durch David Pecker im Jahr 1999 wurde Trump bei seinen Affären erwischt, aber er tauschte Geschichten mit uns und sagte: ,Wenn du das nicht über mich erzählst, kann ich dir diese Geschichte über einen meiner reichen Freunde erzählen‘“, so die Quelle.

Auch über den Frauengeschmack des Staatsoberhauptes weiß der Insider Bescheid: „Er hatte immer einen bestimmten Typ - Pornostars, Playmates, Schönheitsköniginnen. Manchmal arbeiteten wir mit ihm zusammen, manchmal nicht.“ Auch mit anderen Prominenten habe es solche Deals gegeben.

US-Präsident Donald Trump mit Ehefrau Melania (Bild: AFP)
US-Präsident Donald Trump mit Ehefrau Melania

Verrat an Freunden und Geschäftspartnern
Trump habe einfach angerufen und Geschichten über seine Promifreunde sowie Geschäftspartner angeboten, dafür habe das Medium negative Berichterstattung über seine Seitensprünge unterlassen. Doch die Akten darüber wurden aufbewahrt - darunter brisante Informationen wie handschriftliche Kontaktdaten, aber auch Kopien von Verträgen und Schweigegeldzahlungen.

„Trump sollte wegen dieser Akten sehr besorgt sein“, so der Insider, der die Ironie an der neuen Entwicklung erklärt: Das Magazin habe den US-Präsidenten sehr lange geschützt, könnte aber nun für seinen Untergang verantwortlich sein.

Ermittler untersuchen nun, ob der Präsident mit den Schweigegeldzahlungen im Vorfeld seines Wahlkampfs gegen Gesetze zur Kampagnenfinanzierung verstoßen hat. Howard und David Pecker, denen das Magazin gehört, wurde Straffreiheit im Austausch für Informationen zugesagt. Besonders Letzterer soll zu einem engen Vertrauten des Staatsmannes zählen. So habe das Magazin ihm durch schlechte Berichterstattung über Hillary Clinton unterstützt. „Trump bot eine direkte Verbindung zu Macht, Prestige und Geld an. Pecker prahlte damit, ins Weiße Haus zu gehen“, so die Quelle.

David Pecker mit seiner Ehefrau Karen (Bild: AP)
David Pecker mit seiner Ehefrau Karen
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