So, 23. September 2018

Heute Hit gegen Steaua

23.08.2018 07:18

Rapid hat „Sehnsucht nach Europa-Erlebnis“

Zweimal ist Rapid auf ein rumänisches Team getroffen - die Bilanz ist ausgeglichen: Von Rapid Bukarest wurde man 1972 eliminiert, gegen Petrolul Ploiesti setzte Grün-Weiß 1995 den Startschuss zu vielen magischen Europacup-Nächten: Lissabon, Moskau, Rotterdam. Erst im Finale war Endstation. Lange her. Von einer Neuauflage wird auch der kühnste Optimist in Hütteldorf nicht mehr träumen. Aber die Erinnerung bleibt ...

„Die emotionale Geschichte steht jetzt auch im Vordergrund“, sagt Rapids Präsident Michael Krammer vor dem heutigen Play-off-Hinspiel gegen Steaua Bukarest. „Die Fans, die Spieler, die Trainer, der ganze Klub - man spürt bei allen diese Sehnsucht nach diesem Europa-Erlebnis. Das hat man schon gegen Slovan gesehen.“

Flutlicht-Spiele, ein brodelnder Block West, beeindruckende Choreografien - das sind (weil in der Liga gegen Salzburg ohne realistische Titelchance) die grün-weißen Highlights. „Ich will sehen, dass das die Spieler auch leben, alles geben“, fordert Krammer.

Und bislang erwies sich Rapid als Play-off-Spezialist. Nur gegen Helsinki ist man 2014 gescheitert, jetzt will man zum siebten Mal in die Gruppenphase. Mit der nicht budgetiert wurde. Die garantiert 2,9 Millionen Euro Startgeld, bringt einen Umsatz (nicht Einnahmen) - bei einer realistischen Kalkulation von 20.000 Fans pro Spiel im Schnitt und sechs geholten Punkten - von acht Millionen Euro.

„Wirtschaftlich ist die Europa League aber keine Notwendigkeit“, stellt Krammer klar. Der Gewinn würde auch in die Infrastruktur (Trainingszentrum, Kreditrückzahlung fürs Stadion, etc.) investiert werden. Aber emotional wäre ein Aufstieg für Rapid unbezahlbar. Ein Aus hingegen ein Rückschritt. Auch im internationalen Ranking.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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