Mo, 24. September 2018

Ersturteil bestätigt

17.08.2018 08:00

Wegen Fernseher: Mann wollte Bruder töten lassen

Wollte er seinen Bruder ermorden lassen oder ihm eine Abreibung verpassen? Diese Frage musste sich das Oberlandesgericht Innsbruck jetzt nicht mehr stellen. Denn nachdem ein Syrer (28) wegen Anstiftung zum Mord zu 10 Jahren Haft verurteilt worden war, versuchte dieser nur, die Strafhöhe zu bekämpfen - blitzte aber ab!

Es ist eine dubiose Geschichte, die kurz vor Weihnachten begann. Der Syrer wandte sich an seinen älteren Bruder, weil er gerne einen Fernseher gehabt hätte. Dieser lehnte den Wunsch aber ab und brachte den 28-Jährigen so in Rage, dass sich dieser rächen wollte. Aber wie?

Kritik vom Verteidiger
9000 Euro soll der Mann einem Marokkaner für den Mord an seinem Bruder versprochen haben. Auch wenn die Verurteilung bereits niet- und nagelfest ist und am OLG lediglich versucht wurde, die Strafhöhe zu bekämpfen, kritisierte der Verteidiger einmal mehr, dass überhaupt Mordanklage erhoben worden war.

„Ein Übersetzungsfehler“
Alles sei ein Missverständnis gewesen, der mutmaßliche Auftrag zum Mord nur ein Übersetzungsfehler. „Mein Bruder ist wie ein Vater für mich, ich wollte ihm eine Abreibung verpassen. Aber nicht ihn töten“, wiederholte sich der Asylwerber. Doch das OLG bestätigte das Urteil von 10 Jahren Haft.

Samuel Thurner
Samuel Thurner

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