Mo, 24. September 2018

Illegale Migration

03.08.2018 12:03

Italien plant Milliardeninvestition in Afrika

Im Kampf gegen die illegale Einwanderung will Italien eine Milliarde Euro für Entwicklung in Afrika investieren. „Wir wollen Wirtschaft und Arbeit in Afrika unterstützen“, erklärte der italienische Innenminister Matteo Salvini am Freitag. Die EU-Außengrenzen zu schließen sei eben „nicht genug“, betonte der Chef der rechtspopulistischen Partei Lega.

„Wir müssen den afrikanischen Ländern Arbeitsaussichten geben und setzen dabei auf Landwirtschaft, Fischerei und Handel. Unsere Regierung wird das tun, was die Linke bisher nicht getan hat“, übte der Vizepremier in einem Interview, das er dem TV-Kanal SkyTg24 gab, gleichzeitig Kritik an den italienischen Vorgängerregierungen.

Salvinis Vorschlag dürfte auch bei zahlreichen NGOs Anklang finden, fordern sie doch seit Jahren eine „Entwicklungsmilliarde“ für Afrika. Der ungarischstämmige US-Milliardär George Soros spricht in diesem Zusammenhang gerne von einem „Marshallplan für Afrika“. Dieser ist seiner Ansicht nach die einzige Rettung, sonst drohe der Zerfall der EU.

Neben der Ankündigung richtete Salvini auch einen Appell an die EU, verstärkt Rückführungsabkommen mit den Herkunftsländern der Migranten abzuschließen. Jeder Kooperationsvertrag mit afrikanischen Ländern müsse zur selben Zeit auch Rückführungsabkommen beinhalten, verlangte der Lega-Chef. Als Vorbild verwies der 45-Jährige auf ein Abkommen mit Tunesien, das gut funktioniere.

„Migranten haben Geld, Zeit und Energien verschwendet“
Der Innenminister berichtete am Freitag auch über die jüngsten Ankünfte auf der italienischen Insel Lampedusa: 135 tunesische Migranten, die an Bord von 13 Booten eingetroffen seien. „Diese Migranten haben Geld, Zeit und Energien verschwendet: Sie werden in den nächsten Tagen nach Hause zurückgeschickt. Nach Italien wandert man mit Genehmigung ein. Schluss mit dem schönen Leben!“, kommentierte Salvini. Zugleich kündigte er die sofortige Abschiebung von Ausländern, die Verbrechen in Italien begehen, an.

 krone.at
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