Mi, 24. Oktober 2018

„Alles hat gewackelt“

31.07.2018 06:19

Vulkandrama: Alle Österreicher in Sicherheit

Bis jetzt 16 tote Menschen, rund 160 Verletzte und unzählige Vermisste - so lautet die Horror-Bilanz des schweren Erdbebens mit einer Stärke von 6,4 auf der Richter-Skala auf der indonesischen Ferieninsel Lombok. Danach mussten Hunderte ausländische Wanderer auf dem aktiven Vulkan Rinjani ausharren, da alle Wanderwege durch Geröllmassen versperrt waren. Unter den Wanderern befanden sich auch Österreicher. Am Dienstag konnte Entwarnung gegeben werden: Alle Österreicher und der Großteil der anderen Touristen sind in Sicherheit.

Unter den „Vulkan-Gefangenen“ befanden sich laut Thomas Schnöll, Sprecher des Außenministeriums, acht Österreicher: „Wir sind von den indonesischen Behörden informiert worden, dass mindestens acht Besucher des Nationalparks aus Österreich dort registriert sind.“

Ortskundige Rettungsteams zu Fuß und mit der Unterstützung von Hubschraubern waren unterwegs, um die Wanderer zu bergen. Die Rettungsaktion war erfolgreich. Am Dienstag konnten die Österreicher aufatmen. Laut der indonesischen Katastrophenschutzbehörde sitzen allerdings noch immer sechs Wanderer auf dem Vulkan fest.

Studenten aus Wien: „Es hat alles gewackelt“
Ein wenig geschockt, aber völlig unversehrt hat eine fünfköpfige Studentengruppe aus Wien das Beben - nur 20 Kilometer vom Epizentrum entfernt - überstanden. „Alles hat fürchterlich gewackelt und die Fenster haben wild gescheppert. Wir wussten anfangs nicht, was los ist“, so Publizistik-Studentin Marlen B. (21). Mittlerweile haben Einheimische an der Strandbar eine Kassa aufgestellt, um für die Opfer zu sammeln. Via Internet sind die fünf Österreicher bestens informiert. Schon seit drei Wochen unternehmen sie in der Region „Expeditionen“.

Mit Heimat in Verbindung
„Erst vorige Woche haben wir in der Nacht einen Vulkan in der Region bestiegen. Ein mulmiges Gefühl bleibt schon. Aber hier auf der flachen Insel Gili Trawangan sind wir wohl in Sicherheit, sodass wir die Reise nicht vorzeitig abbrechen“, erzählt die 23-jährige Mariella M. Sie steht per Telefon mit ihren Eltern in der Heimat in Verbindung, „damit sich diese keine Sorgen machen“.

Matthias Lassnig und Christoph Matzl, Kronen Zeitung/krone.at

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.