23.07.2018 14:01 |

Sieben Mitglieder

Pflegeskandal: Kommission startet im August

Die sieben Mitglieder der unabhängigen Kommission zur Prüfung der Misshandlungsvorwürfe im Grazer LKH Süd-West Standort Süd sind am Montag vom Land Steiermark bekannt gegeben worden: Neben Leiter Alfred Stingl, SPÖ-Altbürgermeister von Graz, werden Experten aus anderen Spitälern sowie teils ehemalige Richter in dem Gremium sitzen.

Den Vorsitz wird, wie bereits vergangene Woche angekündigt, Stingl übernehmen, der sich jahrelang um seine pflegebedürftige Ehefrau gekümmert hatte. Ihm zur Seite stehen Generaloberin Mutter Buonaventura Holzmann vom Elisabethinen-Krankenhaus Graz, Johannes Koinig, Stellvertretender Abteilungsleiter beim Gesundheitsfonds Steiermark, Christa Rados, Abteilungsvorständin im Landeskrankenhaus Villach und Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Erwin Schwentner, der ehemalige Senatspräsident des Oberlandesgerichts Graz, Ingrid Tscherner, Richterin am Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz und Pflegeombudsfrau Renate Skledar.

Gesundheitslandesrat Christopher Drexler (ÖVP) teilte in einer Aussendung mit: „Die unabhängige Expertenkommission wird sich in der zweiten Augustwoche konstituieren und danach unmittelbar ihre Arbeit aufnehmen. Ziel ist eine kritische Überprüfung der gegenwärtigen Situation unter Wahrung höchster Objektivität sowie die Erörterung und Erarbeitung von Vorschlägen zur Verbesserung, die sich am Wohl des Menschen orientieren.“

Vier Pflegekräfte sollen Patienten misshandelt haben
Vor eineinhalb Wochen war bekannt geworden, dass vier Pflegekräfte betagte Frauen und Männer in der Alterspsychiatrie des LKH Graz Süd-West Standort Süd misshandelt haben sollen. Sowohl von verbalen als auch von körperlichen Angriffen ist in einer entsprechenden Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Graz zu lesen. Eine Mitarbeiterin, die offenbar selbst verbalen Attacken ausgesetzt war, hatte die Vorfälle der Spitalsleitung gemeldet. Die Kriminalpolizei wurde mit den Ermittlungen betraut. Drexler hatte vergangenen Dienstag die Einrichtung der Expertenkommission angekündigt und sich im Namen des Landes Steiermark bei Patienten und Angehörigen für die Vorfälle entschuldigt.

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