Do, 13. Dezember 2018

Anrainer klagen:

20.07.2018 06:52

Brückenbaustelle bringt schlechte Umsätze in Ischl

Mitten in der Festspielzeit ziehen über Bad Ischl dunkle Wolken auf! Unternehmer an der Elisabethbrücke machen ihrem Ärger über die Brückensanierung Luft. Diese würde viel länger dauern als angekündigt und zu enormen Geschäftseinbußen führen. Der Bürgermeister hat wenig Verständnis für den Unmut.

„Seit Februar habe ich im Restaurant ein Umsatzminus von 200.000 Euro!“, klagt Klaus Schweiger, Besitzer des Hotels Goldener Ochs direkt an der Elisabethbrücke. In den letzten Tagen waren er und seine Gäste quasi abgeschnitten von der Innenstadt. Denn die Brücke durfte nicht einmal zu Fuß überquert werden. Und kaum jemand will die Umwege über den Tauber- und den Kreuzersteg in Kauf nehmen. Auch Schweigers Nachbar, der Handyshop-Betreiber Johannes Pernkopf, ist schwer betroffen: „Ich schätze, dass mich die Baustelle 40.000 bis 50.000 Euro kostet.“

Bürgermeister Hannes Heide ist über den Aufruhr wenig amüsiert: „Es ist nicht so, dass Auswärtige unbedingt diese Brücke nutzen müssen. Natürlich ist die Baustelle ungut, aber sie lässt sich nicht verhindern und wir haben darüber auch ständig informiert.“ Das 120 Jahre alte Bauwerk steht unter Denkmalschutz und wird seit Februar renoviert.

Hat die Stadt erst 450.000 Euro veranschlagt, so wurde das Budget nachträglich auf 610.000 Euro aufgestockt, Sanierungsumfang und -dauer erhöht. „Dafür hält sie wieder 25 statt 15 Jahre“, so Heide. Der übrigens betont, dass man um diese Summe eigentlich eine neue Brücke bauen könnte, die 100 Jahre halten würde. Spätestens Ende August soll die Baustelle fertig sein.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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