Fr, 17. August 2018

Heimlicher Hilferuf

15.07.2018 06:00

Frau rettet sich vor Sextäter bei Polizeikontrolle

Während Polizisten am Linzer Bahnhof zwei Afghanen (22, 21) routinemäßig kontrollierten, tippte eine verängstigte Linzerin (18), die bei dem Duo war, „Ich brauche Hilfe!“ auf ihr Handy und zeigte es einem der Beamten. Sofort schritten die Polizisten ein, trennten die mutmaßlichen Täter von ihrem Opfer und nahmen die Männer fest. Die beiden sollen kurz zuvor am helllichten Tag ihr Opfer brutal bedrängt und sexuell genötigt haben.

Die Beamten hatten am Samstag um 17.50 Uhr alle drei Personen zu einer Schengenkontrolle gebeten. Die 18-Jährige - sie dürfte eingeschüchtert worden sein - sah offenbar ihre Chance und zeigte einem Beamten heimlich den auf ihrem Handydisplay eingetippten Text mit dem Hilferuf. Sofort wurden die Männer von der Frau getrennt, was gar nicht so einfach war, weil der 22-Jährige immer wieder aggressiv wurde und die Polizisten ihm schließlich Handschellen anlegen mussten.

In dunkle Ecke gedrängt
Bei der getrennten Befragung stellte sich rasch der Grund für dieses Verhalten heraus. Die junge Linzerin erzählte den Polizisten, dass sie kurz zuvor - also am helllichten Tag - von dem Duo in eine dunkle Ecke des Bahnhofs gedrängt worden sei. Dort habe der 22-jährige Afghane sie wüst begrapscht und ihr mit den Händen brutal in den Schritt gegriffen.

Spuren gesichert
Das Afghanen-Duo - beide Asylwerber leben in unterschiedlichen Heimen in Linz - wurde ebenfalls getrennt befragt. Nach bisherigem Ermittlungsstand wird der jüngere Afghane als Zeuge geführt. Ob er als Komplize angezeigt wird, müssen weitere Erhebungen zeigen.

Gegen den 22-Jährigen wird aber jedenfalls wegen sexueller Nötigung ermittelt. Er streitet die Tat zwar ab, doch wurden im Spital bei der 18-Jährigen sofort Spuren gesichert. Der 22-Jährige wurde ins Linzer Polizeigefängnis eingeliefert.

Markus Schütz, Kronen Zeitung/krone.at

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