Mi, 22. August 2018

Chaos für Autolenker:

15.07.2018 10:00

Urlaubsstädte verwirren mit Umweltzonen

Was in Oberösterreich noch diskutiert wird, ist in zahlreichen Urlaubsstädten Europas bereits üblich - und sorgt für totale Verwirrung: Die unterschiedlichsten Umweltzonen und City-Mautgebühren sind ein schier undurchdringlicher Dschungel. Auf arboe.at kann man sich vor Reiseantritt über die Vorschriften informieren.

Umweltfahrverbote, Umweltplaketten, Dieselfahrverbote, Ausnahmen für Elektro-Autos - was ist wo verboten, was ist erlaubt?

Deutschland: In 60 Städten gelten seit zehn Jahren grüne, rote und gelbe Umwelt- oder Feinstaubplaketten. Nur wer eine grüne Plakette hat, darf in Umweltzonen einfahren. Kontrolliert wird in den Zonen auch der ruhende Verkehr. Wird illegal eingefahren, drohen 80 Euro Geldstrafe.

Frankreich: Hier gibt es zurzeit 27 feste und wetterbedingte Umweltzonen, für das Befahren ist seit zwei Jahren die Umweltplakette Crit’Air erforderlich. Die Vignette ist in sechs Kategorien und Farben eingeteilt. Wird ohne Eco-Vignette eingefahren, drohen Strafen zwischen 68 und 375 Euro.

Italien: In vielen Städten wurden „zona traffico limitato“ mit Einfahrverbot für alle Fahrzeuge eingerichtet. Meist sind sie auf Innen- oder historische Stadtkerne beschränkt, können den ganzen Tag oder bestimmte Tageszeiten umfassen.
In Mailand wiederum wird eine sogenannte City-Maut verlangt (Area-C), hier gibt es Ausnahmen für E-Fahrzeuge und Motorräder. In Bologna muss vorab ein Umweltticket gekauft werden, in Bozen und in Brixen gibt es diverse Fahrverbote, die Fahrzeuge der Euronorm 0, 1 und 2 betreffen.

Spanien: Seit vergangenen Dezember gilt eine temporäre Umweltzone in Barcelona, die je nach Stickoxidwerten verhängt wird. Es sind vier verschiedene Kategorien und Farben für Plaketten erhältlich, die nicht verpflichtend angebracht werden müssen, der Polizei aber Kontrollen erleichtern. Für Ausländer ist der Erhalt einer Plakette jedoch sehr umständlich. Bei Aktivierung der Umweltzone empfiehlt der Arbö daher, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Großbritannien: In London und Durham wird für alle Kfz (außer einspurige Kraftfahrzeuge) eine Einfahrtsgebühr - eine sogenannte City-Maut - verlangt. Autos, die die Abgasklassennorm 4 nicht erreichen, müssen zusätzlich eine Tagesgebühr bezahlen.

Belgien: In Antwerpen gilt ein Fahrverbot für ältere Diesel- und Benzinfahrzeuge, in Brüssel umfasst die Umweltzone das gesamte Stadtgebiet. Hier kann man sich vor Ort über Automaten registrieren.

Johann Haginger/Kronen-Zeitung

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