Di, 18. September 2018

Erster Major-Matchsieg

02.07.2018 15:03

Novak meistert Wimbledon-Auftaktrunde souverän

Bravo! Der Niederösterreicher Dennis Novak steht beim Grand-Slam-Turnier von Wimbledon in der zweiten Hauptrunde. Der 24-jährige Qualifikant blieb am Montag gegen den kanadischen „Lucky Loser“ Peter Polansky wie in seinen drei Quali-Partien ohne Satzverlust und gewann in 1: 48 Stunden 6:2, 6:3, 7:6(7). Es war Novaks erster Sieg bei einem der vier Majors. In Runde zwei trifft er auf Lucas Pouille (FRA-17).

Novak war durchaus nicht als Außenseiter in sein zweites Major-Match gegangen, auch wenn sein 30-jähriger Gegner als Nummer 110 in der Weltrangliste um 61 Plätze besser liegt als Österreichs Nummer vier. Novak übernahm auch sofort das Kommando und hatte nach Breaks zum 3:1 und 6:2 den ersten Satz nach nur 24 Minuten in der Tasche. Bis zu einer 5:2-Führung verlief der zweite Durchgang gleich, nach einem zusätzlichen Game-Gewinn Polanskys servierte Novak zum 6:3 aus. Als der Schützling von Wolfgang Thiem und Günter Bresnik im dritten Satz zum 1:0 breakte, schienen die Weichen auf einen Dreisatzsieg bereits klar gestellt. Novak hielt den Vorsprung auch bis zum 5:4, ausgerechnet beim Servieren auf das Match gab er aber erstmals sein Service ab. Es ging ins Tiebreak, in dem der Weltranglisten-171. zunächst mit Mini-Break vorangelegen war, letztlich aber drei Satzbälle abzuwehren hatte, ehe er seinen ersten Matchball per Vorhandfehler Polanskys verwertete.

Sein bisher einziges Match in einem Major-Hauptbewerb hatte Novak im Jänner bei den Australian Open in Melbourne gegen den bulgarischen Top-Ten-Mann Grigor Dimitrow klar in drei Sätzen verloren. Mit der Wimbledon-Qualifikation klappte es für ihn im zweiten Anlauf. Sein am Montag erreichtes Karrierehoch von Position 171 wird er auf jeden Fall klar verbessern, die Top 140 scheinen ihm gesichert. Virtuell schien Novak zum Zeitpunkt des Match-Endes gar auf Platz 130 auf. Gegen Pouille wird Novak - voraussichtlich am Mittwoch - natürlich Außenseiter sein. Der Weltranglisten-19. ist rund ein halbes Jahr jünger als Novak, setzte sich in der ersten Runde gegen den US-Amerikaner Denis Kudla 6:3, 6:3, 2:6, 6.3 durch. Auf Rasen hält der Wien-Titelträger 2017 sowie Gewinner von fünf ATP-Turnieren bei einer Tour-Bilanz von 13 Siegen und neun Niederlagen. Heuer stand Pouille bereits als Zehnter in den Top Ten, Novak hat noch nicht gegen ihn gespielt.

„Ich bin in drei Sätzen durch, besser geht es nicht“, zog Novak naturgemäß zufrieden Resümee. Er sei auch im dritten Satz der klar bessere Spieler gewesen. „Gegen Ende vom dritten Satz war ich aber ein bisschen nervös, das ist normal. Ich bin dann aber drangeblieben und habe echt ein gutes Tiebreak gespielt.“ Dem 24-Jährigen war klar gewesen, dass er durchaus gewinnen kann, wenn er seine ihm mögliche Leistung abruft. „Dann weiß ich, dass ich weiter nach vorne gehöre. Das habe ich in den letzten Wochen bewiesen. Aber natürlich muss ich da noch weiter daran arbeiten.“ Pouille kennt er noch aus gemeinsamen Junioren-Zeiten, auch habe er schon mit ihm trainiert. Für das Rasen-Spiel sei seine Spielanlage durchaus prädestiniert, schon einst bei einer Junioren-Niederlage in Wimbledon hatte er sich für die Zukunft einen Hauptfeld-Sieg gewünscht. „Eigentlich ist es mein Lieblings-Grand-Slam. Meine Rückhand ist ziemlich flach, das kommt mir auf Rasen ziemlich entgegen. Ich bin immer extra motiviert, egal, wie ich vorher gespielt habe. Auf Rasen ist es eine ganz andere Sache.“

 krone.at
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