18.06.2018 21:46 |

Die meisten 2015

Seit 2013 fast 5 Millionen Asylanträge in der EU

Seit 2013 sind bis Ende April 2018 in der gesamten EU mehr als 4,7 Millionen Asylanträge gestellt worden. Von diesen wurden rund 1,7 Millionen Anträge in erster Instanz abgelehnt, geht aus Zahlen von EASO (European Asylum Support Office) vom Montag hervor. In Österreich gab es von 2013 bis Ende 2017 insgesamt 200.665 Asylanträge.

Im Jahr 2013 waren es noch 17.500 Antragsteller, die in Österreich um Asyl ansuchten, 2014 stieg die Zahl auf 28.035 und 2015 - am Höhepunkt der Flüchtlingskrise - schnellte die Zahl auf 88.160 Asylantragsteller hoch. 2016 ging die Zahl in Österreich auf 42.255 zurück und 2017 gab es ein weiteres Absinken auf 24.715 Anträge.

1,3 Millionen Anträge allein 2015
In der EU - also in allen 28 Mitgliedsstaaten - gab es von 2013 bis April 2018 insgesamt 4.738.755 Asylanträge. 2013 waren es 464.505, 2014 stieg die Zahl auf 662.165 und 2015 erreichte sie mit 1.393.875 Asylanträgen den Höchstwert. 2016 waren es mit 1.292.740 nur geringfügig weniger, ehe 2017 eine Entspannung mit einer Reduktion auf 728.470 eintrat.

Zweitmeiste Anerkennungen in Österreich
Österreich wies auch 2017 die zweithöchste Anerkennungsrate beim Flüchtlingsstatus aus. Im Vorjahr gab es 21.335 Migranten, die den Flüchtlingsstatus in erster Instanz erhielten. Nur Deutschland mit 123.895 Anerkennungen lag noch höher.

Hinter Österreich lagen Frankreich (19.005 Flüchtlingsanerkennungen in erster Instanz), Schweden (13.330), Belgien (9.655), Griechenland (9.420) und Großbritannien (7.475).

Keine einzige Anerkennung in der Slowakei
Schlusslicht unter den 28 EU-Staaten war im Vorjahr die Slowakei - dort gab es keine einzige Flüchtlingsanerkennung. Tschechien lag bei 25 Anerkennungen, Lettland bei 35, Estland bei 50 und Ungarn bei 105 positiven Flüchtlingsbescheiden.

In der gesamten EU plus Norwegen, Schweiz und Liechtenstein waren es im Vorjahr 232.205 Flüchtlingsanerkennungen. Den EU-weiten Höhepunkt gab es 2016 mit 383.970 Anerkennungen in erster Instanz. Auch damals lag Deutschland mit 256.135 positiven Flüchtlingsbescheiden an der Spitze und Österreich war mit 24.685 Zweiter.

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