Sa, 20. Oktober 2018

Mord in Karlau

18.06.2018 06:33

Lebenslang für Kärntner Häfen-Mörder

18 Jahre Haft lautete 2010 das Urteil für einen Kärntner, weil er seine Freundin mit einer Axt erschlagen hatte. Jetzt gab es für den Gewalttäter den nächsten Schuldspruch: Er hatte einen Zellengenossen mit einem Tischbein erschlagen. Dafür fasste er lebenslange Haft und eine Einweisung aus. Nicht rechtskräftig!

„Der René’ war so ein falscher Hund, ich hatte so einen Hass auf ihn, weil er den Mord an seiner Freundin abgestritten hat“ - damit begründet der sogenannte „Axt-Mörder“ (er erschlug seine Freundin) die tödlichen Attacken auf seinen Zellengenossen in der Grazer Justizanstalt Karlau.

Alles sei geplant gewesen, gab er zu. Von einem Tisch montierte der 34-jährige Johannes O. die Füße ab und schlug mit einem davon auf den Kopf des Kärntner „Badewannen-Mörders“ - er hatte seine Lebensgefährtin ertränkt - ein. Weil der nicht zu röcheln aufhörte, schnallte er ihm einen Gürtel um den Hals und zog zu, mit einem Messer stach er ihm noch in den Kopf. „Danach hab ich mich aufs Bett gesetzt und eine geraucht“, erzählt er. Ein weiterer Mithäftling will von der Tat nichts mitbekommen haben. „Ich habe geschlafen und danach mit Tabletten versucht, das alles zu verdrängen.“

Psychiater: „chronisch gewaltbereit“
„Der Angeklagte ist chronisch gewaltbereit und wäre zu erneuten schweren Straftaten, somit auch zu Mord, fähig“, zieht Psychiater Manfred Walzl vernichtende Schlüsse über den Angeklagten. Der soll nun lebenslang einsitzen und in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen werden, so die Entscheidung der Geschworenen. Nicht rechtskräftig!

Monika Krisper
Monika Krisper

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Kärnten

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.