Di, 23. Oktober 2018

Trump-Gipfel gerettet?

26.05.2018 19:29

Kim und Moon überraschen mit zweitem Treffen

Überraschend sind der südkoreanische Präsident Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zum zweiten Mal innerhalb eines Monats zu persönlichen Beratungen zusammengekommen. Sie trafen einander am Samstag für rund zwei Stunden im Grenzort Panmunjom, anders als beim ersten Treffen Ende April aber auf nordkoreanischer Seite. Gesprochen worden sei bei dem im Voraus nicht angekündigten Gespräch unter anderem „über Wege, ein erfolgreiches Gipfeltreffen zwischen den USA und Nordkorea zu ermöglichen“.

Hintergrund für das überraschende neuerliche Treffen der beiden Staatschefs war das jüngste diplomatische Verwirrspiel zwischen den USA und Nordkorea. US-Präsident Donald Trump hatte sein bisher für den 12. Juni geplantes Gipfeltreffen mit Kim am Donnerstag abgesagt, binnen eines Tages dann aber doch wieder für möglich erklärt. Nötigenfalls könne die Begegnung sogar um einen Tag verlängert werden, hieß es.

Erst am 27. April waren Moon und Kim in Panmunjom in der entmilitarisierten Zone zwischen ihren beiden Staaten zu einem als historisch eingestuften innerkoreanischen Gipfel zusammengekommen. Dabei sprachen sie sich für einen Friedensschluss und eine atomwaffenfreie Koreanische Halbinsel aus.

In der Mitteilung aus Südkorea hieß es nun, Moon und Kim hätten bei ihrem neuen Treffen am Samstag über die Möglichkeiten gesprochen, ihre Vereinbarungen vom 27. April umzusetzen und für einen Erfolg eines Gipfeltreffens zwischen Nordkorea und den USA zu sorgen. Weitere Informationen gab es zunächst nicht. Moon wollte demnach am Sonntag eine Stellungnahme abgeben.

Der Politologe Koh Yu Hwan von der Dongguk-Universität erklärte, das Treffen zwischen Moon und Kim am Samstag habe dazu gedient, die „durch Kommunikationspannen verursachten Missverständnisse zwischen Washington und Pjöngjang auszuräumen und die Grundlagen für den US-Nordkorea-Gipfel zu legen“. Adam Mount von der US-Wissenschaftsvereinigung betonte, Südkoreas Staatschef Moon bleibe gar nichts anderes übrig, als sich weiter für Annäherung einzusetzen: „Er muss sein Volk vor einem Krieg beschützen.“

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