Wiederaufnahmeantrag

Mord an Tanzlehrerin: Verurteilter gibt nicht auf

Die Verurteilung zu 20 Jahren Haft für den gewaltsamen Tod der 50-jährigen Tanzlehrerin Ingrid S. aus Gmunden will Helmut S. nicht hinnehmen: Obwohl er damit bereits im Vorjahr gescheitert ist, stellt er nun erneut einen Wiederaufnahmeantrag. Neue DNA-Untersuchungsmethoden sind der Grund.

Seine Schuld hat Helmut S. stets bestritten. Dennoch wurde er für Mordversuch und Vergewaltigung mit Todesfolge zu 20 Jahren Haft verurteilt. Bekanntlich wurde die damals 50-jährige Ingrid S. vor knapp fünf Jahren nach einer Feier im Tennisclub schwerst verletzt und halb nackt in ihrem Garten in Gmunden aufgefunden, starb wenig später im Krankenhaus.

Prozesswiederholung im ersten Anlauf abgelehnt
Bereits vor rund einem Jahr wurde ein Antrag auf Wiederaufnahme des Strafverfahrens gestellt. Zwei Privatgutachten ergaben, dass ein Tennispokal die Tatwaffe gewesen sei, es darauf jedoch nur nicht auswertbare DNA-Mischspuren gäbe. Damals wurde der Antrag abgelehnt.

Neue Methoden sollen DNA-Spur entschlüsseln
Nun gibt es einen neuen Anlauf, wieder steht der Pokal dabei im Mittelpunkt. Dank eines neuen Verfahrens seien die DNA-Mischspuren nun auswertbar - es müsse deshalb neue Untersuchungen geben, fordert das Unterstützungskomitee des Verurteilten auf seiner Webseite. Das erfordere eine Wiederaufnahme des Verfahrens. Ein Richtersenat des Landesgerichts Wels muss über den erneuten Antrag entscheiden. Für die Angehörigen des Mordopfers gibt es also weiterhin keine Ruhe.

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