Fr, 19. Oktober 2018

„So schwarz gesungen“

20.05.2018 11:24

ZDF erntet Shitstorm für royale Berichterstattung

„Rassistisch“, „sexistisch“ und ganz allgemein „unsäglich“ - so haben viele Zuschauer des ZDF die Berichterstattung des deutschen Öffentlich-Rechtlichen zur Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle empfunden. Auf Twitter hagelte es denn auch Kritik.

Die Zuschauer störten sich demnach vor allem an der Häufigkeit, mit der die ZDF-Kommentatoren auf Meghan Markles Herkunft verwiesen. Das Adjektiv „afroamerikanisch“ oder gar „exotisch“ fiel derart häufig, dass gleich mehrere Twitter-Nutzer schließlich vorschlugen, daraus ein Trinkspiel zu machen.

Meghan im „reifen Alter“
Aber auch das antiquierte Frauenbild der Kommentatoren stieß auf Kritik. So bezeichneten diese die Braut etwa als „Frau im reifen Alter“ und verglichen sie mit Amal Clooney und Victoria Beckham: Alle drei Frauen hätten zuvor eigenen Karrieren gehabt und dann bekannte Ehemänner gefunden.

„Frauen sind wie Teebeutel“
Das Fass zum Überlaufen brachte bei vielen Zuschauern aber wohl - in Anlehnung an das Zitat von Anna Eleanor Roosevelt, First Lady der USA von 1933 bis 1945 - die Aussage, dass Frauen wie Teebeutel seien: „Sie wissen gar nicht, wie stark sie sind, bevor sie ins heiße Wasser kommen.“

Das ZDF selbst hat sich zu der Kritik bislang nicht geäußert.

Bis zu 922.000 sahen die „filmreife Hochzeit“ im ORF
Via ORF ließen sich am Samstag bis zu 922.000 Zuseher das gesellschaftliche Ereignis des Jahres nicht entgehen. Durchschnittlich verfolgten 665.000 bei 58 Prozent Marktanteil die von Lisbeth Bischoff und Jürgen Pettinger präsentierte viereinhalbstündige Liveübertragung. Besonders hoch war der Marktanteil beim weiblichen Publikum - mit 68 Prozent.

 krone.at
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