Di, 16. Oktober 2018

Baubeginn nach Kritik

14.05.2018 17:51

Schrebergärten weichen dem neuen Almkanal-Radweg

Es war ein Aufschrei unter den Schrebergärtnern in Salzburg-Leopoldskron vorigen Sommer: Als klar wurde, dass die Stadt den Lückenschluss des Radwegs entlang des Almkanals vorantreibt, gab es lautstarke Kritik. Vergeblich: Das 350.000 Euro-Projekt wird gebaut.

Für die Schrebergärtner am Almkanal kam es einem Schildbürgerstreich gleich. Ein Radweg auf der Straßenseite des Kanals reichte nicht, die Stadt Salzburg plante einen neuen auf der anderen Seite - eben durch fünf Schrebergärten.

Alle Kritik half nichts: Der Gemeinderat gab grünes Licht, ab 22. Mai fahren im Thumeggerbezirk die Bagger auf. 350.000 Euro lässt sich die Stadt den Radweg kosten. Ein Lückenschluss für eine durchgehende Radroute zwischen Grödig und Leopoldskron, inklusive Rastmöglichkeiten. „Entlang des neuen Radweges werden dazu weitere Kopfweiden gesetzt“, verspricht Baustadträtin Barbara Unterkofler. „Dieser Geh- und Radweg ist in dem vom Gemeinderat beschlossenen ‘Räumlichen Entwicklungskonzept‘ der Stadt (REK 2007) als Teil eines Grünzuges ausgewiesen und damit für das Erholungswegenetz im Süden der Stadt von übergeordneter Bedeutung“, heißt es.

„Mit der Verlängerung des im vergangenen Jahr fertiggestellten Geh- und Radwegs am Almkanal attraktivieren wir nicht nur eine der bei Radfahrer*innen beliebtesten Nord-Süd-Verbindungen, sondern machen auch erneut ein Stück Natur in der Stadt Salzburg erlebbar. Somit schaffen wir eine durchgehende Erholungsachse von der Stadtgrenze bis zur Altstadt und steigern die Lebensqualität der Salzburgerinnen und Salzburger weiter“ , sagt Unterkofler.  Bis Ende Juli soll alles fertig sein.

Der an den Naturraum angepasste Weg berücksichtigt den unter Schutz stehenden Bestand an Kopfweiden. Entlang des neuen Radweges werden weitere Kopfweiden gesetzt. Außerhalb der Wohnverbauung und an den breiteren Bereichen des Weges werden Rastmöglichkeiten eingerichtet. Im Bereich der Wohnverbauung verbleiben aufgrund der geringen Abtretungsbreiten keine Verweilflächen. Die naturschutzrechtlichen Bewilligungsverfahren beim Land Salzburg sind abgeschlossen.

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