08.05.2018 14:07 |

Widerstand gebrochen

Armenien: Paschinian zum Regierungschef gewählt

Das Parlament in Armenien hat am Dienstag den Oppositionsführer Nikol Paschinian zum neuen Regierungschef des Landes gewählt. Die Abgeordneten in Eriwan stimmten mit 59 Ja-Stimmen für den 42-jährigen Politiker, der in den vergangenen Wochen in der ehemaligen Sowjetrepublik die Proteste gegen den langjährigen Staatschef Sersch Sarkissian angeführt hatte.

In einem ersten Anlauf war Paschinian in der vergangenen Woche am Widerstand der bisher regierenden Republikanischen Partei gescheitert. Paschinian führt seit Mitte April friedliche Straßenproteste in der Ex-Sowjetrepublik an. Mit der sogenannten Samtenen Revolution wurde Ministerpräsident Sarkissian zum Rücktritt gezwungen.

Kampf gegen Korruption und Armut versprochen
Paschinian versprach seinen Anhängern einen Kampf gegen Korruption und Armut in Armenien. Zudem hat er sich für vorgezogene Neuwahlen ausgesprochen. Die Unterstützer des 42-Jährigen werfen Sarkissian und seiner Partei vor, den Oligarchen die Kontrolle über die Wirtschaft Armeniens überlassen zu haben.

Russland verfolgt die Entwicklung in der Kaukasusrepublik mit Argwohn. Der Kreml befürchtet, dass es in Armenien einen Wechsel hin zu einer antirussischen Führung wie in Georgien oder in der Ukraine geben könnte.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Eklat bei Liga-Spiel
Rassismus im Fußball: Glasner spricht Klartext!
Fußball International
Champions-League-Start
Millionen-Show! So viel Geld ist für Salzburg drin
Fußball International
Angriff vor Kaffeehaus
Opfer mit Halsstich niedergestreckt: Geständnis
Niederösterreich
„G‘rissen hat es mich“
Bewaffneter Raubüberfall auf Salzburger Taxler
Salzburg
Teilt Förderungen ein
AMS-Algorithmus soll 2020 in Echtbetrieb gehen
Österreich
„Längeres“ Misstrauen
JETZT will Kurz-Comeback rechtlich verbauen
Politik

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter