Di, 11. Dezember 2018

Zehn Tote in Israel

27.04.2018 08:28

Springflut-Drama: Warnung der Polizei ignoriert

Nach sintflutartigen Niederschlägen und schweren Überschwemmungen in Israel sind am Donnerstag bei einem Ausflug von 25 Jugendlichen im Alter von 17 und 18 Jahren in einem Wüstental zehn der Teenager von einer Flutwelle in den Tod gerissen worden. Wer die Verantwortung für das schwere Unglück trägt und wer den Schülern einer Einrichtung in Tel Aviv, die junge Menschen auf den Armeedienst vorbereitet, die Genehmigung erteilt hat, sich trotz Warnungen vor möglichen Sturzfluten in das Tal zu begeben, ist noch unklar.  

Laut Medienberichten seien die Opfer in der Arava-Senke von Wassermassen mitgerissen worden. 15 Personen, die sich auf einer Erhebung in dem tiefen Tal mit sehr steilen Hängen befanden, konnten gerettet werden, einige hatten Verletzungen erlitten. Die Leiche einer junge Frau, die nach dem Drama noch als vermisst gegolten hatte, wurde in der Nacht auf Freitag von Einsatzkräften des Militärs, der Polizei und anderer Organisationen geborgen. 

Die Gruppe sei von der Springflut überrascht worden, als sie in einer Schlucht im Bereich des Flusses Zafit unterwegs war, erzählte einer der Überlebenden der „Times of Israel“. Seine Mitschüler seien von der rund drei Meter hohen Welle mitgerissen worden.

Polizei warnte ausdrücklich vor Gefahren
Insgesamt kamen neun junge Frauen und ein junger Mann ums Leben. Drei Mitarbeiter der Organisation Bnei Zion, der Einrichtung in Tel Aviv, wurden festgenommen und werden nun befragt, wie die israelische Polizei am Freitag mitteilte. Nach wie vor sei unklar, warum die Gruppe den Ausflug unternommen hatte, obwohl die Polizei angesichts der Wetterlage ausdrücklich vor den Gefahren gewarnt hatte.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte nach der Tragödie mit: „Israel trauert über den Verlust vielversprechender junger Leben, die bei der Katastrophe in der Arava-Wüste jäh beendet wurden.“

Überschwemmungen und Erdrutsche in weiten Teilen des Landes
Nach den schweren Überschwemmungen und Erdrutschen in ganz Israel und besonders in der Negevwüste sowie am Toten Meer sind viele Straßen gesperrt worden. Der Flughafen von Eilat am Roten Meer wurde geschlossen, weil sich der Schlamm auf der Landebahn ausgebreitet hatte. Im Zentrum von Tel Aviv mussten Fußgänger in manchen Straßen knietief durchs Wasser waten. In der Negevwüste war bereits am Mittwoch ein 17-jähriger Beduine ertrunken, im Westjordanland starb eine junge Palästinenserin.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Mädchenmord in Steyr
Saber A. soll schon in Afghanistan getötet haben
Oberösterreich
Hier im CL-TICKER
LIVE: Schalke - Lok Moskau und Galatasaray - Porto
Fußball International
Mit Polizei gedroht
Ausweisfälscher zwang Saber A. zur Aufgabe
Oberösterreich
Juve ist (noch) besser
Red Bull Salzburg greift noch nach Europas Thron!
Fußball International
Bis Sommer 2021
Rapid: Sportchef Bickel vor Vertragsverlängerung
Fußball National
Auch Polizei besorgt
Stelzer: „Haben ein Problem mit jungen Afghanen“
Oberösterreich
Star-Trainer
Guardiola spricht über Rassismus-Eklat bei ManCity
Fußball International
Bayerns Sportboss
Salihamidzic: „Habe mehr bewegt als Vorgänger“
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.