Sa, 22. September 2018

Laut Statistik:

12.04.2018 06:14

Hunde beißen weniger oft als früher!

Hunde, die bellen, beißen nicht: Stimmt dieses Sprichwort, so müssten die Vierbeiner in Oberösterreich besonders lautstark sein. Denn laut Landesstatistik nahm die Anzahl der Hundebisse in den vergangenen zehn Jahren erfreulicherweise stark ab. Allerdings gibt’s eine aktuelle Attacke in Garsten, wo ein Kind gebissen wurde.

Allgemein sei die Entwicklung aber erfreulich, so FP-Landesrat Elmar Podgorschek, der für die Verwaltungspolizei zuständig ist: „Vor zehn Jahren waren es bei 56.850 gemeldeten Hunden 322 Bisse, im Vorjahr waren bei uns 74.446 Hunde gemeldet, es wurden aber nur noch 206 Hundebisse angezeigt.“

Sachkundenachweis bewährt sich
Ein Grund dürfte sein, dass für Hundehaltung ein Sachkundenachweis erforderlich ist. Podgorschek: „Das bereitet Hundehalter vor, ihren Vierbeiner tierschutzgerecht zu halten und das Gefährdungspotenzial einschätzen zu können.“

Interessante Biss-Statistik
Interessant ist die Biss-Statistik 2017 nach Hunderassen: Dabei haben die Schäferhunde mit 36 Attacken die Schnauze vorn, gefolgt von Collies (30), Dobermännern (26), Pinscher/Schnauzer (24), Boxer/Dogge (21), Rottweiler und Terrier (je 18 Angriffe). und Labrador/Golden Retriever (4). Nicht berücksichtig wurde dabei allerdings, wie viele Hunde der verschiedenen Rassen bei uns gehalten werden.

Vierbeiner verletzte Kind
Einen aktuellen Fall gibt es in Garsten, wo ein Border Collie auf einem Bauernhof einen Siebenjährigen in die Oberlippe gebissen hat, der Bub musste im Spital behandelt werden. Warum Hunde zuschnappen, erklärt die Oberneukirchner Tierärztin Jenny Bartel.

„Krone“: Die Hundebisse werden bei uns weniger, dramatische Fälle wie in Deutschland, wo Vierbeiner Menschen zerfleischten, sorgen dennoch für Diskussionen.
Jenny Bartel: Die „Kampfhunde“ wie Staffordshire Terrier oder Pitbull machen uns in der Praxis keine Probleme, die sind eigentlich immer ganz brav. Wichtig ist, dass man versteht, wie das Tier tickt.

Krone“: Warum schnappen Hunde nach Menschen?
Bartel: Das ist ein Distanzmechanismus. Schnappen ist eine Abmahnung: „Pass auf, du kommst mir zu nahe!“ Das ist ein ganz normales Verhalten. Aber wenn ein großer Hund nach einem kleinen Kind schnappt, kann das natürlich schlimme Folgen hat, auch wenn das Tier das gar nicht beabsichtigt.

„Krone“: Sie haben selbst ein Baby und zwei Hunde.
Bartel: Ja, und ich würde mein Kind nie mit den Hunden alleine lassen, obwohl meine Vierbeiner schon alt und zahnlos sind. Das ist einfach zu gefährlich.

Christoph Gantner, Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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