Di, 18. September 2018

Nach Messerattacke

11.04.2018 14:27

Mordversuch in Wels: Haft auf 15 Jahre erhöht

Der 25-Jähriger Duarte D. hat im Juni 2016 in einem Welser Lokal die 19-jährige Natalie mit einem Messer attackiert und lebensgefährlich verletzt. Wollte danach ganz normal zur Arbeit gehen. Am Mittwoch wurde am Oberlandesgericht Linz das erstinstanzliche Urteil von ursprünglich 13 Jahren Freiheitsstrafe auf 15 Jahre hinaufgesetzt.

Die Schülerin hatte in der Tatnacht mit Freunden die bestandene Matura in dem Lokal gefeiert. Als die junge Frau auf die Toilette ging, kam plötzlich der Angeklagte herein und stach mit einem Messer ohne Vorwarnung mehrmals auf sie ein. Irgendwann ließ er von ihr ab und sie schleppte sich hinaus, wo ihr jemand zu Hilfe kam. Die Schwerverletzte wurde nur dank einer gut funktionierenden Rettungskette und einer Notoperation gerettet.

Drogen und Alkohol
Der Verurteilte schiebt die Tat auf Drogen: Er habe Bier und Whisky getrunken, Joints geraucht und - zum ersten Mal in seinem Leben - ein weißes Pulver geschnupft, das er von einem Dealer am Stadtplatz bekommen habe. Wenig später habe er die Messerattacke verübt und dabei nur an seine Ex-Freundin gedacht, mit der er etwa wegen der gemeinsamen Tochter im Streit war, lautete seine Rechtfertigung. „Es tut mir sehr leid, was passiert ist.“

Berufung zurückgewiesen
Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung hatten gegen das Urteil erster Instanz Rechtsmittel ergriffen. Das Oberlandesgericht wies die Berufung des Angeklagten zurück und gab jener der Staatsanwaltschaft statt. Vor allem der Milderungsgrund, dass es beim Versuch geblieben sei, wurde nach Ansicht des Berufungsgerichts in erster Instanz zu stark gewürdigt. Denn das Opfer habe nach wie vor mit „massiven“ psychischen und physischen Folgen zu kämpfen, begründete der Richtersenat die Straferhöhung.

Kronen Zeitung

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