Mo, 18. Juni 2018

Studentenproteste

31.10.2009 20:11

Uni-Rektor Winckler zeigt "gewisses" Verständnis

Der Rektor der Uni Wien, Georg Winckler (Bild), zeigt ein "gewisses Verständnis" für die Studentenproteste und sieht die Politik am Zug. Das Hauptproblem sei, dass "Ziele und Mittel auseinanderklaffen", so Winckler am Samstag. Die Politik sei nun aufgerufen, "Verantwortung wahrzunehmen" und Gespräche mit den protestierenden Studenten aufzunehmen. Es sei wichtig, dass jetzt ein Dialog entstehe - denn davon hänge auch die Dauer der Uni-Besetzungen ab.

Wenn die Politik den Dialog verweigere, rechne er damit, dass die Besetzungen noch eine Zeit lang anhalten werden, meinte Wickler im Ö1-"Journal zu Gast". Auf seiner Uni will der Rektor mit den Studenten im Audimax zusammenkommen, was von den Besetzern in einer Aussendung am Samstag auch ausdrücklich begrüßt wurde.

"Inkognito" im Audimax
Wie es im größten Hörsaal der Universität Wien aussieht, weiß Winckler allerdings schon, denn er war bereits "inkognito" dort, um sich persönlich ein Bild zu machen. Die Kosten der Besetzung wollte Winckler in Zahlen nicht nennen, er äußerte vielmehr ein "gewisses Verständnis" für die Studenten. Denn ein höheres Budget für die Unis wäre in der Tat wichtig.

Erst am Freitag hatte Wissenschaftsminister Johannes Hahn erklärt, 34 Millionen aus der Budgetreserve seines Ressorts zur Verfügung zu stellen, "um die akute Situation zu lindern". Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) bezeichnete dies jedoch umgehend als "Tropfen auf den heißen Stein" (siehe Infobox).

Zu wenig Studienplätze
Winckler plädierte auch dafür, einen "Gesamtplan" zu entwickeln - ohne dies weiter auszuführen. Das Grundproblem überlaufener Fächer seien nicht die deutschen Numerus-Clausus-Flüchtlinge, sondern das Faktum, dass es zu wenig Studienplätze gebe, so der Rektor.

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