"Das ist ihre Strafe"

Polens Präsident versteigert störrische Füllfeder

Ausland
26.10.2009 15:43
Die Füllfeder, die dem polnischen Präsidenten Lech Kaczynski bei der Unterzeichnung des Vertrages von Lissabon den Dienst verweigerte, wird versteigert. "Das ist ihre Strafe", erklärte der Mitarbeiter der Präsidentenkanzlei Pawel Wypych dem Fernsehsender TVN24. Das Geld sei für behinderte Kinder gedacht, so Wypych.

Nach Darstellung von Wypych ist die Füllfeder sowohl für EU-Enthusiasten als auch für Euro-Skeptiker attraktiv. Letztere könnten "den eigentümlichen Widerstand gegen die Unterzeichnung des Abkommens" hoch schätzen, den die Feder zweifelsohne zeigte, so Wypych. Die Versteigerung soll am Dienstag auf der Internetseite der Fernsehsendung "Dzien Dobry TVN" (Guten Morgen TVN) beginnen.

Vertrag von Lissabon jahrelang blockiert
Mit der Aktion beweist der polnische Präsident Selbstironie. Schließlich war er es selber, der die Ratifizierung des Vertrages von Lissabon eineinhalb Jahre lang blockierte, obwohl schon beide Parlamentskammern zugestimmt hatten. Letztendlich setzte Kaczynski vor zwei Wochen seine Unterschrift unter das Dokument (siehe Bild).

Die andere Füllfeder, die den Präsidenten dann doch schreiben ließ, will er übrigens behalten. Die offizielle Begründung: Wertvoll sei doch nur das defekte Exemplar, so Wypych, "denn die Philatelisten schätzen ja auch die Marken am meisten, die zufällig fehlerhaft gedruckt wurden".

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