Mo, 21. Jänner 2019

Identitätsschwindel

27.03.2018 07:18

Neue Betrugsmasche überrascht selbst die Polizei

Eine Identität für gleich mehrere illegale Arbeitskräfte – diese auch für die Finanzpolizei neue Betrugsmasche beschäftigt derzeit Ermittler in Wien. Sie deckten nun das gesetzeswidrige Treiben einer Reinigungsfirma in der Bundeshauptstadt auf: Es geht um Sozialbetrug, Lohn- sowie Sozialdumping und Schwarzarbeit.

Nach Angaben des Finanzministeriums kamen die Ermittlungen im Zuge einer anonymen Anzeige ins Rollen – im Fokus: eine Reinigungsfirma in Wien. Im Zuge von zeitgleichen Kontrollen mehrerer Hotels in der Bundeshauptstadt sowie in Niederösterreich hätte sich bei Befragungen von Reinigungskräften die Verdachtslage schließlich erhärtet, so das Finanzministerium.

„Betrugsmasche ist neu für uns“
So ergaben die Erhebungen, dass die Firma 15 ihrer insgesamt 21 Mitarbeiter ohne Arbeitsbewilligung beschäftigt hatte, ebenso waren die Dienstnehmer auch nicht bei der Sozialversicherung gemeldet. Eine einzige Identität wurde nämlich gleich für mehrere illegale Arbeitskräfte verwendet – auch für die Finanzpolizei eine neue Masche, wie deren Leiter Franz Kurz sagte: „Die Betrugsmasche mit den mehrfach verwendeten Identitäten ist neu für uns und zeigt, dass die Methoden der Betrüger immer ausgefeilter werden.“ Das Unternehmen verstieß damit auch gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz sowie das Einkommensteuergesetz.

„Vater und Sohn haben Fäden in der Hand“
An dessen Spitze soll laut Ermittlungen ein Slowene als Geschäftsführer stehen. Dieser konnte bislang jedoch noch nicht gefasst werden, er soll sich derzeit nicht in Österreich befinden. Bei dem Verdächtigen dürfte es sich jedoch lediglich um einen Strohmann handeln, erklärte das Ministerium. „Tatsächlich dürften zwei Serben - Vater und Sohn - die Fäden in der Hand haben, auch die meisten Reinigungskräfte sind serbischer Herkunft“, hieß es.

Wie viele Mitarbeiter das Reinigungsunternehmen insgesamt hat, blieb vorerst unklar, ebenso auch, ob der Aufenthaltsort der verdächtigen Serben bekannt ist. Zwei Reinigungskräfte ohne gültigen Aufenthaltstitel wurden von der Polizei in Schubhaft genommen, darüber hinaus wurde eine Anzeige nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz gestellt.

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