Frühe Dunkelheit

Einbrecher schlagen binnen drei Tagen gleich 110 Mal zu

Wien
22.10.2009 17:52
Die frühe Dämmerung ist da, und die Einbrecher waren ja nie weg – beides zusammen ergibt eine explosive Kriminalmischung, wie die vergangenen Tage gezeigt haben. Bilanz eines 72-Stunden-Zeitrahmens: Gleich 110 Einbrüche in Wohnungen und Häuser in Wien. Und die Lieblings-Jahreszeit der Täter hat erst begonnen.

Bewegungsmelder installieren, volle Briefkästen vermeiden, Kellerfenster mit Gittern sichern – die Tipps des Polizei-Merkblattes gegen die Dämmerungseinbrecher klingen zwar ganz brauchbar, aber offenbar lassen sich die Täter von Glühbirnen und fehlender Post nicht abschrecken.

Anders erklären sich die folgenden Zahlen nicht. Gemessen wurden drei typische Herbsttage im Oktober, und zwar von Freitag bis Sonntag. Innerhalb dieses Zeitraumes kam es in der Stadt zu unglaublichen 110 Delikten. 110 aufgebrochene, verwüstete, leer geräumte und geplünderte Wohnungen oder Häuser.

Unter den Opfern auch "Mr. Ferrari" Heribert Kasper (Bericht: siehe Infobox), den die Einbrecher bereits zum zweiten Mal heimgesucht hatten. FP-Sicherheitsbeauftragter David Lasar: "Wir brauchen in Wien neue Sicherheitskonzepte, sonst wird man der ausufernden Kriminalität nicht mehr Herr."

von Michael Pommer, Kronen Zeitung
Symbolbild

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