Di, 26. März 2019
21.10.2009 13:24

90-Kilo-Skulptur

Grüne präsentieren 2,3 Meter große Rathausfrau

Die neue Rathausfrau zeigt viel Bein. Seit Mittwoch steht die von den Wiener Grünen initiierte Symbolskulptur für die Gleichberechtigung der Frauen leibhaftig im Arkadenhof des städtischen Machtzentrums. Die Figur der Künstlerin Angelika Rattay (Bild) hatte sich beim grünen Wettbewerb erfolgreich gegen 60 Konkurrenzprojekte durchgesetzt.

Unter dem Titel "Rathausfrau mit Tasche" wurde die luftig-leichte Dame nun aus Altstahl gefertigt. "117 Jahre Alleinherrschaft eines Mannes über das Rathaus sind genug", freute sich die nicht amtsführende Stadträtin Monika Vana (Grüne) bei der Präsentation am Mittwoch.

Dazu soll die 90 Kilogramm schwere und 2,3 Meter große, eine schreitende Frau darstellende Skulptur dem alterwürdigen Rathausmann Paroli bieten, der seit besagten 117 Jahren auf der Spitze des Baus thront. Wo genau sie dies tun wird, ist allerdings noch unklar, zumal man noch mit Frauenstadträtin Sandra Frauenberger (SP) um einen adäquaten Standort verhandle, so Vana. Notfalls werde sie eben im grünen Klub aufgestellt.

Hinter der Aktion steht durchaus ernster Gedanke
Die Skulptur untermauere die Forderung nach einer Frauenquote im Wiener Rathaus, wo zwar 57 Prozent der Angestellten weiblich, jedoch nur 30 Prozent der Spitzenposten mit Frauen besetzt seien. In den ausgegliederten Unternehmen seien es gar nur zehn Prozent. "Je höher die Dienstklasse, desto weniger Frauen", bedauerte Vana. Auch würden Mitarbeiterinnen der Stadt um rund 20 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen.

Derlei Unbill ficht die Rathausfrau jedoch scheinbar nicht an. Neben ihrem selbstbewussten Schritt hat sie auch eine stilisierte Aktentasche neben sich. In diese hat sie symbolisch die Stadt gesteckt.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Wien
Aktuelle Schlagzeilen
Die Zeit drängt
Wo findet Foda schnell „Mentalitäts-Monster“?
Fußball National
Flüchtlinge an Bord
„Unsere Lkw werden jetzt noch besser versperrt“
Oberösterreich
Österreich bleibt hart
Familienbeihilfe-Kürzung: Millionen-Streit mit EU
Österreich
Jetzt mitmachen!
Luxus-Sommer-Urlaub in Tirol gewinnen
Reisen & Urlaub

Newsletter