20.10.2009 17:43 |

300.000 Euro fehlen

Gemeinden warten auf Geld für Gratis-Kindergartenplätze

Die Abwicklung der Gratis-Kindergärten durch das Kärntner Hilfswerk ist ins Gerede gekommen: Etliche Gemeinden warten noch immer auf das Geld für die Monate März bis Juli. Das Hilfswerk stellt das Land als säumigen Zahler hin. Kindergarten-Referent Gerhard Dörfler hat eine Überprüfung der Aktion angeordnet.

"Wenn das Hilfswerk nicht in der Lage ist, dieses Projekt abzuwickeln, wird ab November das Land die Zahlungen selbst übernehmen", stellt Dörfler dem VP-nahen Verein die Rute ins Fenster. 2,95 Millionen Euro habe das Land für die Monate März bis Juli überwiesen. "Jetzt hat das Hilfswerk den Gemeinden geschrieben, das Land sei im Rückstand", ärgert sich Dörfler. "Das hat zu heftigen Protesten von Bürgermeistern wie dem St. Veiter Gerhard Mock geführt, denen die Abwicklung zu kompliziert und schleppend ist.

Beim Hilfswerk sieht man das anders. Im ersten Jahr sei das Geld aus dem Zukunftsfonds gekommen. Da hätte es keine Probleme gegeben, so Bereichsleiterin Elisabeth Sickl. "Seit März kommt das Geld vom Land. Es gehen uns noch immer 300.000 Euro ab."

Dörfler hat eine Untersuchung angeordnet: "Ich will wissen, was mit dem Geld passiert ist." Zusätzlich zu den Millionen gab es für das Hilfswerk 850.000 Euro Förderung für die Organisation des Projektes. Für die Abwicklung gibt es pro Jahr weiters knapp 70.000 Euro.

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