Der politische Diskurs sei viel zu oft problemorientiert, anstatt positive Beispiele von gelungener Integration herauszugreifen. "Wien sagt 'Ja' zur Zuwanderung", betonte Frauenberger. Notwendig seien hier aber klare und transparente Regeln und die unabdingbare Kopplung an Integrationsmaßnahmen. Dazu soll die im Mai eingerichtete Zuwanderungskommission fundierte Empfehlungen an die Politik erarbeiten, wobei deren Ergebnisse bis Jahresende vorliegen sollen.
99 Prozent der Zuwanderer beanspruchen "Startcoaching"
Erfolgreich verlaufe jedenfalls schon die Niederlassungsbegleitung "Start Wien", die vor einem Jahr installiert wurde und mit der man 76 Prozent aller Neuzuwanderer erreiche. Dabei werden seit Oktober 2008 zu Beginn in einem "Startcoaching" Migranten über die Integrationsvereinbarung, den Bildungspass oder die Sprachgutscheine aufgeklärt. Im vergangenen September hätten dies 99 Prozent der Zuwanderer in Anspruch genommen. Im Anschluss können die Betroffenen Informationsmodule zu verschiedenen Themenfeldern besuchen. 4.922 Menschen haben dies bisher getan. Der Besuch von mindestens drei Modulen ist Voraussetzung für den Erhalt von 300 Euro in Sprachgutscheinen.
2006 und 2007 wurden die Sprachkursangebote in Wien erweitert. So finden Basisdeutschkurse an den unterschiedlichsten Örtlichkeiten statt - von Jugendkursen über die Schiene "Mama lernt Deutsch" mit Kursen für mindergebildete Mütter am Schul- oder Kindergartenstandort ihrer Kinder. Im vergangenen Jahr haben 7.764 Menschen die Angebote besucht. Hinzu kommen die Neuzuwanderer mit ihren Sprachgutscheinen, die 2008 von 2.880 Personen eingelöst wurden. In Summe haben somit 10.644 Menschen in Wien Deutsch gelernt.
Integrationsvereinbarung - erste Nachweise 2011 fällig
Eine Integrationsvereinbarung wurde in den Jahren 2006 bis 2008 in Wien von 19.267 Menschen unterschrieben. Davon haben 6.304 diese bereits erfüllt, weitere 4.018 Menschen sind aufgrund ihres Alters, ihrer Gesundheit oder zu kurzer Aufenthaltsdauer ausgenommen. Die ersten 2.811 Nachweise, ohne deren Erbringung der Aufenthaltstitel nicht verfestigt wird, werden Ende 2011 fällig.











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