17.10.2009 13:57 |

"Zwei Musterknaben"

M. Niavarani und V. Gernot helfen dem Alsergrund-Theater

Nach Josef Hader, der dem Wiener Theater am Alsergrund im Frühjahr mit einer Finanzierungsgarantie den Fortbestand sicherte, machen sich nun Michael Niavarani und Viktor Gernot für die Kleinkunstbühne stark. Mit der Vorpremiere ihres neuen Programms "Zwei Musterknaben" am 20. Oktober wollen sie Werbung für das Kabarettlokal machen, das wieder einmal auf eine zugesagte Subvention der Stadt Wien wartet, wie es am Samstag seitens des Theaters hieß.

Obwohl die zuständige MA7 der Ansicht sei, dass Kabarett gefördert gehört und das Theater am Alsergrund wichtig für die Szene und damit für die Stadt sei, seien den Worten keine Taten gefolgt. "Die städtische Kulturabteilung verfolgt offenbar die Strategie: Aussitzen. Seit Jahren werden wir vertröstet", beschreibt Theaterinhaber Andreas Hutter die Situation.

"Damit alle sehen, was ich für ein guter Mensch bin"
Nun werden Niavarani und Gernot am 20. Oktober für eine ausverkaufte Benefiz-Veranstaltung zugunsten des Kellertheaters sorgen. "Damit alle sehen, was ich für ein guter Mensch bin", begründete Niavarani seinen Einsatz mit einem Augenzwinkern. Die offizielle Premiere des neuen Programms findet am 26. Oktober im Kabarett Simpl statt.

Subvention "in Aussicht gestellt"
Schon Ende 2004 musste die Nachwuchs-Bühne wegen ausgebliebener Zahlungen von Sponsorgeldern den Betrieb kurzfristig einstellen. Im Herbst vergangenen Jahres erhielt "das Alsergrund" von der MA7 eine Notsubvention, die einen Fortbestand bis inklusive April 2009 ermöglichte. Durch die Hilfe von Josef Hader gelang die Einhaltung des Spielplans bis September 2009. Bereits im Mai/Juni dieses Jahres wurde laut Theaterleitung seitens der Stadt eine Subvention für 2009 zugesagt, vergangenen Donnerstag traf der Formbrief mit dem Hinweis "in Aussicht gestellt" ein. "Für das laufende Jahr sieht das ziemlich gut aus, wie es aber 2010 weitergeht, ist völlig ungewiss", so Organisationsleiterin Cornelia Hutter.

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