Der nach dem ersten Wiener Schachweltmeister benannte "Wilhelm-Steinitz-Steg", der bei den Wienern einfach Nordsteg oder – wegen der auffallend knalligen Farbe – "Gelbe Brücke" heißt, ist ein vollwertiger, zweispuriger Donau- und Donaukanal-Übergang, der während der Generalsanierung der Nordbrücke von Jänner bis Dezember 1996 als Ausweichstrecke diente.
Steg auf Autoverkehr ausgerichtet
Der Steg wurde in weiser Voraussicht so konstruiert, dass er jederzeit mit geringem Aufwand wieder voll reaktiviert und in die umliegenden Verkehrsverbindungen eingegliedert werden kann. Dennoch ist er derzeit ausschließlich für Fußgeher und Pedalritter reserviert – und zum Ärger vieler weitgehend unbenützt.
"Krone"-Leser, welche die Situation kennen, haben angeregt, wenigstens eine der verwaisten Fahrspuren aufzumachen, um die ständig zugestaute Nordbrücke zu entlasten, eventuell auch mit abwechselnder Fahrtrichtung: morgens zur City hin, abends stadtauswärts.
Schicker mehr als skeptisch
Was nach einer Patentlösung klingt, wird im Büro des zuständigen Planungsstadtrats Rudolf Schicker jedoch zurückgewiesen: "Da hätten wir wahrscheinlich einen totalen Knopf im Verkehr und dazu noch ein Riesensicherheitsproblem."
von Peter Strasser, Kronen Zeitung











Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.